Zander oder Barsch oder Hecht

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Seit einiger Zeit schon wollte ich den Oderzandern einen Besuch abstatten. In dieser Woche kam mir ein freier Tag dafür wie gerufen. Also die Gummifischkombo ( Shimano Blue Romance Eging mit der Shimano Rarenium Ci4+ FB 2500 ) und einige Boxen mit Gummifischen eingepackt und ab an die Oder. Auf der Fahrt dorthin schwelgte ich noch in der Hoffnung das die Niederschläge der vergangenen Wochen den Wasserstand etwas stiegen ließen.

Odra3An der ersten Buhne angekommen war klar, nichts dergleichen ist passiert. Vielmehr sank der Wasserstand in letzter Zeit weiter. Die Strömungsgeschwindigkeit war zudem dementsprechend gering. Egal. Rute raus, Köder dran und in Richtung Flussmitte gefeuert. Auch an der Oder gilt meist in Sachen Jigkopfgewicht: so leicht wie möglich und so schwer wie nötig. Nachdem fest stand das Jigköpfe mit einem Gewicht von 10gr perfekt waren, kam eine längere Zeit der Suche nach dem idealen Gummi. An der Stelle kann ich abkürzen. Nach diversen Gummitypen, so einigen abgefischten Buhnen, unzähligen Würfen, reichlich Hängern und zirka fünf Stunden später, stand fest: das Ding mit der Mission Oderzander wird eine Nullnummer. Und nun?

Odra6
Ich marschierte zurück zum Auto und holte meine Ultra Light Kombo. Die Shimano Diaflash AX in 2,55m und einem Wurfgewicht von 2-10gr, in Verbindung mit einer Shimano Rarenium CI4+ FB 1000. Normaler Weise nicht die erste Wahl am großen Strom. Aber ich wollte Kontrastprogramm. Bei der geringen Strömung mit leichten kleinen Ködern an der Strömungskante und am Fuß der tieferen Buhnen angeln. Vielleicht bringt das Erfolg.

Diafl1
Um möglichst hänger- und abrissfrei durch die Steinpackungen zu kommen, entschied ich mich für das Texas Rig. Nicht neu aber immer empfehlenswert ist dabei der Final Keeper. Er beugt dem Köderverlust enorm vor. Dazu ein 8gr Tungsten Bullet Weight, rote Glasperle und 0/1er Offset Haken, das sollte passen. Auf den Haken zog ich einen Wurm mit Schaufelschwanz.

FinalK4

Kurze Zeit später in einem tiefen Bereich am Buhnenfuß war es dann soweit. Ein brettharter Einschlag. Zander? Nein. Keine Kopfschläge. Barsch? Nein. Kein Rupfen in der Rute. Aber die Diaflash AX war in diesem Moment richtig krumm. Leider hatte mein Begleiter die Kamera nicht im Anschlag. Was bleibt? Meister Esox hatte sich den Köder eingepfiffen. Der nun folgende Drill war mit der Ultra Light Kombo das reinste Vergnügen. Einfach herrlich wenn die Rute krumm ist und die Bremse schnurrt. Nach ein paar hektischen Fluchten lag der Bursche sicher im Kescher. Diesen auch bitte immer mitführen wenn mit Ultra Light Geschirr geangelt wird.

Texas2

Ich hoffte zwar auf Barsche aber auch die wollten nicht beissen. Allerdings schnappten sich in der Folge noch einige halbstarke Hechte nach dem Wurm. Diesen faulenzte ich knapp über den Grund. Eine halbe Kurbelumdrehung mit anschließender Pause von zirka 2 bis 3 Sekunden brachte die Bisse. Köderverluste gab es keine, weder durch die Hechte noch in den Steinpackungen.

Zwei Erkenntnisse bleiben nach dem Trip an die Oder: Pack immer die Ultra Light Kombo ein und in die Diaflash AX kann man absolutes Vertrauen haben. Es macht richtig Spaß diese sensible Rute in die Grenzbereiche zu führen. Bei halbwüchsigen Hechten war dieser noch lange nicht erreicht. Die Diaflash ist auch den Großen sehr gut gewachsen.

Das Wetter ist toll, also: Geht angeln!

Euer Eric

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