Wir waren auf Äsche!

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Ja Ihr Lieben,

da sind wir wieder! Und machen einfach weiter mit dem Pro Staff Corner, vielen Dank an Johannes dafür!

Mit meinem „ersten Beitrag“ muss ich gleich mal ein wenig aus der Reihe tanzen, denn es geht mal wieder um`s Fliegenfischen. Ich bin zum einen einfach noch so voll von den Erinnerungen an unseren Angelausflug nach Norwegen und: Wer schon öfter meine Beiträge gelesen hat, weiss, dass ich phasenweise sehr gerne die Fliegenrute schwinge…

In den Sommerferien sollte diesbezüglich nun ein lange gehegter Traum in Erfüllung gehen: der Fang einer beziehungsweise am liebsten gleich mehrerer Äschen! Ich habe tatsächlich zuvor noch nie eine Äsche fangen können. Ganz toll war dabei die Unterstützung meiner Lebensgefährtin Steffi, denn so ein Projekt braucht halt wirklich Raum, Zeit und Vorbereitung…

Dazu dürft Ihr wissen: Steffi ist Angel-Anfängerin. Gleich auch das Fliegenfischen mit ins Programm zu nehmen, ist wohl für jeden eine richtige Herausforderung. Unglaublich toll, wie schnell sie das hinbekommen hat…

Als Ort für unser Vorhaben wählten wir Norwegens größten Fluß. Die legendäre Glomma!

Und ewig singen die Wälder…dieser Fluss ist ein einziger Traum!

Die Vorbereitungen waren durchaus umfangreich, das Equipment musste zunächst aufgestockt werden und zwar im wahrsten Sinne des Worte:  wir brauchten Watstöcke.  Im Netz findet man über das Äschenangeln in diesem Fluss eine Menge Infos, alle empfahlen einen Watstock. Ich kann das nur unterstreichen. Wir waren in einer ausgepägten Niedrigwasserphase vor Ort und erlebten trotzdem Strömungen, die uns fast von den Füssen gerissen haben. Desweiteren besorgten wir uns handliche kleine Watkescher mit Gumminetz, um die Fische schonend landen und möglichst unverletzt releasen zu können.Wichtig und sinnvoll, denn es herrscht dort eine Zurücksetzpflicht für Äschen über 35cm.

Die meiste Vorbereitungszeit verbrachte ich aber sicherlich mit dem Binden von Fliegen. Vor allem Trockenfliegen waren Mangelware in meinen Gelegenheitsfliegenfischer-Boxen. So band ich eine Menge Klinkhamer, Rehhaarsedges und Mückenimitationen für das Angeln an der Oberfläche, aber auch viele Nymphen, Nassfliegen und einige Streamer, die in meiner bisherigen Angelei die weitaus größte Rolle gespielt haben.

Langsam füllt sich die Box, es ist gut eine ordentliche Auswahl dabei zu haben.

Unsere Basis-Station war der Koppang Camping direkt am Fluss. Dort bekommt man die notwendige Angelkarte, wichtige Tipps und wenn man möchte auch Guidings und Fliegenfischerkurse und ist dort so richtig im „Zentrum des Geschehens“.  Der niederländische Inhaber des Platzes ist selbst professioneller Fliegenfischer und kennt sich mit dem Fluss und den Fischen sagenhaft gut aus.

Unser Gerät bestand aus Shimano Biocraft Fliegenruten und -rollen in der Klasse 5 mit WF Trockenschnüren ebenfalls in der Klasse 5. Die verjüngten Trockenfliegenvorfächer fischten wir zunächst in den für uns üblichen Längen von 2,50 bis 3,00m verlängerten aber schon bald auf die für dort empfohlenen 4,00m Vorfachlänge. Nur damit hatte die Fliege genügend Spiel in den teils richtig schnellen Rauschen und brachten dementsprechend Bisse.

Wir starten am ersten Abend mit einem Riesenrespekt vor dem imposanten Gewässer überwiegend aus der Gewohnheit mit Nassfliegen und fingen schon sehr bald die ersten kleinen Äschen. Im laufe unserer Zeit dort stellten wir fest, daß aber besonders die größeren Äschen extrem deutlich die Trockenfliegen bevorzugten. Also angelten wir nach einer Weile so ziemlich ausschließlich damit. Versuche mit UL Spinnruten, Spinnern und Minilöffeln brachten auch ihre Fische, aber das Angeln mit Trockenfliegen war viel effektiver und machte uns enorm viel Spaß.

Jeder Angelausflug entwickelte sich zu einer Expedition und zu einer echten Herausforderung für unsere Ausrüstung, besonders unsere Wathose und -schuhe. Mein Rapala Outfit (Wathose, Urban Weste, Tactics Rucksack) hat sich jedenfalls auch hier bestens  bewährt und unterstützen den nötigen Material- und Provianttransport enorm.

5-10km Fußmärsche überwiegend im Wasser, oft am Rande von reißender Strömung, brachten uns begeisternde Naturerlebnisse in einer wahrhaft unglaublichen Flußlandschaft.

Jeden Tag krasses Gekraxel für Mensch und Tier!

Die Glomma hat in diesem Bereich sehr viele Inseln, dort teilt sie sich meist mehrfach, es entstehen alle Strukturen, die ein naturbelassener Fluss bilden kann. Und eben den perfekten Lebensraum für unseren Zielfisch  Äsche.

Biss auf Nassfliege am ersten Morgen in einer schnellen Rausche!

Was für eine Schönheit im glasklaren Wasser…

 

Auf die Dauer kamen wir immer besser zurecht mit dem Fluss und seinen Äschen.

Solche Kiesbänke hatten wir noch nie vorher gesehen.

Große Äschen sind sehr starke Kämpfer und bieten am leichten Gerät spektakuläre Drills. Ab und an habe ich doch ein wenig Angst um unsere 16er Vorfachspitzen gehabt…

Ich hoffe, Ihr hattet genauso so schöne Ferien!

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

 

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