Winterfeedern im Baggersee

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Am letzten Wochenende des Jahres entschlossen wir uns noch einmal mit der Feederrute loszuziehen.

Bezüglich der Gewässerwahl gab es für uns zwei Optionen: Ein Stillwasser mit Verbindung zum Rhein oder unser vereinseigener Baggersee. Aufgrund des eisigen Nordwindes entschieden wir uns für den windgeschützen Baggersee. Der See hat eine Größe von ca. 3 ha, eine maximale Wassertiefe von 12 m und gleichmäßig abfallende Kanten, eine typische „Badewanne“ eben. Unser Zielfisch für diese Session war das Rotauge.

Caster „on Ice“ ... … und auch das gehört im Winter dazu

Caster „on Ice“ … … und auch das gehört im Winter dazu

Wir entschieden uns für die SHIMANO AX Feeder Medium Long mit feinen Spitzen zwischen 0,5 und 0,75 oz und passend dazu SHIMANO Stradic Rollen in den Größen 4000 und 5000.

Als Hauptschnur kam die rundgeflochtene Power Pro in 0,10 mm zum Einsatz. Um ein wenig Puffer für die feinen Vorfächer zu haben, schalteten wir der Hauptschnur 10 m Flourocarbon in der Stärke 0,20 mm vor. Bei noch kälteren Temperaturen kommt statt einer geflochtenen Schnur eine dehnungsarme Monofile zum Einsatz, da diese nicht so schnell vereist.

Für uns ist das das optimale Setup für das Feedern auf Rotaugen, da man durch die Kombination aus weicher Rute, sehr feiner Spitze und geflochtener Schnur eine hohe Bissausbeute bei dieser Art der Angelei erzielen kann.

Das Futter für die heutige Session sag wie folgt aus:
1,5 kg „Black Hammer“
100 g gequetschter Hanf
¼ Verschlusskappe Vanille Nr. 1
½ Beutel Lebkuchen von „den Leckeren“
eine gute Brise Salz
Das Futter und die verwendeten Additive kommen aus dem Hause CM Lockstoffe.

Um eine hohe Aktivität des Futters zu erzielen, feuchteten wir es direkt vor Angelbeginn an. Die Lockstoffe gaben wir erst nach dem Anfeuchten des Futters hinzu, um eine intensivere Wirkung zu erhalten. Gerade bei kalten Temperaturen und schwierigen Bedingungen greifen wir gerne zum „Black Hammer“, da es einen geringen Nährwert und eine feine Struktur aufweist.

Körbe Futter Köder
Als Köder kamen lediglich Pinkies und Caster zum Einsatz. Futterkörbe fischten wir in Gewichten zwischen 30 und 50 g. Neben normalen Futterkörben (Bild links) fischen wir gerne Speed- und Düsen-Körbe (Bild mitte und rechts), da sich diese leichter und präziser werfen lassen.

Michael im Drill

Nach der obligatorischen Runde „Schere, Stein, Papier“ waren die beiden Angelplätze gelost.

Wir entschieden uns beide auf einer Distanz von 40 m zu beginnen, hier hatten wir eine Wassertiefe von ca. 9 m. Die Anfangsfütterung bestand aus je 5 Körben mit wenigen Pinkies und Castern. Während bei Michael bereits nach 15 Minuten die Spitze das erste Mal wackelte, hatte Kris auf dieser Entfernung, bis auf eine vom Weihnachtsbesatz übrig gebliebene Forelle, keinen Zupfer.

Nach einer Stunde wechselte Kris auf eine Distanz von 50 m. Zu diesem Zeitpunkt standen die Rotaugen voll auf Michael`s Platz und nahmen den Köder bereits unmittelbar nach dem Auftreffen des Futterkorbs auf dem Grund. Nach ca. 15 Minuten konnte auch Kris seine Rotaugen fangen, der Platzwechsel hatte sich also bezahlt gemacht. Nun konnten beide regelmäßig Bisse verzeichnen, jedoch kam es bei beiden immer wieder zu Beißpausen.

Michael mit Rotauge

Nach 3 Stunden entschieden wir uns das Angeln für heute zu beenden. Es kristallisierten sich 100 cm Vorfächer der Stärke 0,10 mm und Haken der Größe 18 als beste Wahl heraus. Dank des Wechsels auf die weitere Distanz konnte Kris, neben der Forelle, noch 15 Rotaugen, mit einem Stückgewicht von ca. 250 g überlisten. Michael hatte 22 Rotaugen und ebenfalls eine Bonusforelle, die sich die Kombi aus 2 Pinkies und roter Kunstmade schnappte.

Kris mit Rotauge

Unser Fazit aus dieser Session: Man sollte sich im Winter nicht auf eine Entfernung versteifen, da die Rotauge sehr träge sind und keine weiten Wege schwimmen. So hat auch heute eine Veränderung der Angeldistanz den Erfolg gebracht.

Foto mit Fang

Viele Grüße
Kris Krupp und Michael Siegel
Team Shimano / CM Lockstoffe

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