Überkopfwurf mit der Multi (Metanium MGL)

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Mannomann. Ganz schön silbern kommt sie daher, die neue Metanium MGL. Drei von vier Hagane-Features weist sie auf: Micromodule Gear, X-Ship-Getriebe und den Hagane-Body. Eine neue Magnumlite S3D-Spule soll für endlose Rotation sorgen. Ultraleicht ist sie für ihre Größe (175 Gramm). Und in drei Geschwindigkeiten ist sie erhältlich. Ich habe mir die schnellste davon im Test (die 151 XG). Mit einer Übersetzung von 8,5:1 zieht sie 91 cm Schnur pro Umdrehung ein (im Gegensatz zur 151 mit 66 cm und der 151 HG mit 79 cm). Das ist doch der Wahnsinn! Damit ist sie eine richtig geile Rolle zum Speedfischen und zum Faulenzen mit der Multi.

Das perfekte Match: Metanium 151 MCL und Expride MH.

Das perfekte Match: Metanium 151 MGL und Expride MH.

 

Blablabla. Ist ja alles Theorie. Erstmal muss das Ding ans Wasser und zeigen, was es kann. Da war ich heiß drauf. Und so habe ich die sich mir heute morgen bietende Chance genutzt, sie im Stralsunder Hafenbecken zu testen.

Heute mit dem Texas-Rig. U.a. weil ich dachte, dass die Winterquartierregelung schon greit. Da darf man dann nicht mit feststehendem Haken fischen - ab 1.11...

Heute mit dem Texas-Rig. U.a. weil ich dachte, dass die Winterquartierregelung schon greift. Da darf man dann nicht mit feststehendem Haken fischen – ab 1.11…

Für die ersten Würfe habe ich eine Sicherheitseinstellung gewählt: 2 Pins aktiviert und Bremsstufe 2 von 6.

Je mehr Pins falch liegen, desto größer die Bremswirkung.

Je mehr Pins flach liegen, desto größer die Bremswirkung.

Hier wird das Feintuning vorgenommen. Ich fische selten über Stufe 2.

Hier wird das Feintuning vorgenommen. Ich fische selten über Stufe 2. (Man kann das auch noch exakter einstellen, als ich das getan habe  – es war früh am Morgen, ich hatte kaum geschlafen…)

Als ich mir ein bisschen sicherer war, habe ich noch einen Brems-Pin weggenommen und auf Stufe 1 gefischt. War ja kaum windig.

Jetzt bremst nur noch ein Pin.

Jetzt bremst nur noch ein Pin.

 

Und jetzt zeige ich euch mal, wie ihr mit dem Ding richtig weit über Kopf werft:

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Erstmal locker aufstellen und so cool tun wie irgendwie möglich. Das schwarze Outfit und die Kappe helfen dabei. Use the Force, Hannes…

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Natürlich baut dieser effektvolle Auftritt Erfolgsdruck auf. Also volle Konzentration. Denn: Langsam wird’s ernst! Aber: Unter Druck sind wir am besten!

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Den Köder leicht nach vone pendeln lassen. Es gibt nun kein Zurück mehr! Er schwingt schon aus.

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Ganz cool bleiben! Zwar schauen sie alle zu. Aber es wird der totale Triumph werden. Jetzt die Rute gleichmäßig nach hinten schwingen.

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Mit der ruhigen Hand eines laserschwertschwingenden Jedi-Ritters halten wir auch beim Rückschwung immer Kontakt zum Köder.

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Dann nach hinten ausschwingen lassen und wenn am meisten Zug drauf ist, voll gegengehen und mit einem gleichmäßg beschleunigenden Vorwärtsschwung durchziehen, so dass dem Publikum der Atem stockt.

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Die Rute durchziehen – nicht abbremsen! Das Ding muss volle Kanne fliegen.

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Jetzt bis zum Ende mit dem Köder mitgehen.

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Wenn er auftrifft, abbremsen. Dann gibt’s keinen Tüddel. Der würde die ganze Inszenierung zerstören.

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Geschafft. Nur nicht umdrehen. Den Triumph genießen. Dabei so cool wie möglich dreinschauen. Absinken lassen. Eine Hand in die Hosetasche. Allen „Statio-Plumpsern“ und sonstigen Zuschauern drumherum klar machen: Das ist keine Kunst. Ganz easy. (Ist es auch – mit etwas Übung.)

 

Wir können uns den Überkopfwurf mit der Baitcaster nochmal aus einer anderen Perspektive mit leicht abgewandelter Technik anschauen:

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Spannung aufnehmen und nach vorne pendeln.

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Nach hinten ziehen. Hier nicht voll über den Kopf, sondern leicht zur Seite. Dann hat man noch mehr Zug drauf.

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Also nach hinten schwingen.

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Wenn der Köder maximal weit ausgependelt hat,…

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… wird nach vorne durchgezogen. Am besten in einer gleichförmigen aber dynamischen Bewegung. Dann muss man keine Angst vor Tüddel haben. Im Gegensatz zum Wurf oben, ziehe ich den Köder nicht so schnell zurück, sondern lade die Rute durch eine leichte Seitwärtsdrehung zusätzlich auf.

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Zieh………

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Nachgehen.

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Seht ihr den Einschlag?

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Ich denke, das waren locker 50 Meter. Nicht schlecht, für einen Anfänger.

 

Und dann klappts auch mit den Barschen. Wobei man für den überhaupt nicht weit hätte werfen müssen. Er kam direkt vor den Füßen…

Ganz schöner Barsch. Der kam gleich mit dem zweiten Wurf. Allerdings kamen da nur noch kleine Barsche und zwei Mini-Zander nach...

Ganz schöner Barsch. Der hat gleich beim zweiten Wurf gebissen. Allerdings kamen da nur noch kleine Barsche und zwei Mini-Zander nach…

 

Ein geiles Teil, diese Metanium MGL. Mit der werde ich noch so manchen Fisch rauszimmern. Und das macht ihr bitte auch, Leute! Jetzt geht’s los. Ist zwar kalt. Aber bis jetzt war das ja alles nur Spielerei. Die echte Raubfischsaison fängt mit den ersten fiesen Tagen aufm Wasser an.

Vielleicht sieht man sich. Für mich wird’s jetzt jedenfalls intensiv!

Johannes

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12 Kommentare

  1. Klasse geschrieben! Auf eine neue, ironische, fesselnde Art und Weise. Nicht soviel Text , mehr Bilder als bei Möhne oder Spanien, möchte wetten, jeder dritte hat diese Artikel nicht bis zum letzen Bissen verschlungen. Weiter so!

  2. Hi!
    Hat die Met MGL deine DC abgelöst?…. Wäre super wenn du mal einen Vergleich zu den beiden ziehen könntest…. Wenn mal Zeit ist…. 🙂
    Super Bericht(aber das ist man ja schon gewohnt von dir)… mit einer Prise Selbstironie….. das mag ich:-)…Lg.

    • Ganz ehrlich? Die MGL ist echt super. Megaleicht. Wirft ganz toll und auch komplikationsfrei. Und sie sieht super aus. Aber die DC ist UNABLÖSBAR. Ich hab mit der schon so gut gefangen. Ich liebe diesen Sound. Und überhaupt bin ich verknallt in diese Rolle. Ich mach gern mal einen Vergleich. Vielleicht kann ich auch mal die neue DC testen und die Metaniums alle mal portraitieren.

      Und dann danke ich für das Lob. Freut mich echt, dass ich mit der Schreibe nicht komplett gegen die Wand fahre. Mir macht das Bloggen großen Spaß und ich kann mich hier austoben. Jeden Tag. Das ist schon toll. Außerdem machts auch ein ganz klein bisschen Spaß, dieses Angelgerät für euch zu testen. Und nur für euch 😉

    • Mache ich mal bezeiten. Die DC ist unablösbar 🙂

  3. Her Johannes,

    Super Bericht. Wann kann man die Met MGL in Deutschland kaufen?

    In 2 Wochen ist es so weit. Dann kaufen die Barsche im Main. Und du bist herzlich eingeladen die MGL „Live vorzuführen.
    : )

  4. …laufen die Barsche…. Sollte das heissen

  5. Super Beitrag! Ich habe eine Frage, wo liegt deiner Meinung nach das minimale/maximale Wurfgewicht der MGL?

    Beste Grüße!

    • Maximal kann ich schwer sagen. Gut werfen tut sie ab 7 Gramm, denke ich. Meine ist zum Cranken (Cranks zwischen 10 und 20 Gramm) und Spinnerbaiten (bis 3/4 Oz.) mit 32er Fluorocarbon bestückt. Die ist halt weder fürs Finseeangeln noch fürs Hochseefischen konzipiert – Barsch, Schwarzbarsch, Zander und bissl Hecht mit mittleren Ködern.

  6. Hallo Johannes, ich wollte mal wissen ob die Shimano Metanium 151 bzw 151 HG im Bereich von 5-25 g zu gebrauchen ist ?

    • 5 Gramm sind sicher die Untergrenze. Wobei es sicher Leute gibt, die jetzt lachen und gute Wurfweiten mit 5 g erzielen. Ich bin leider kein Mastercaster, Castmaster oder was auch immer. Ich bin da Durchschnitt und würde sagen, dass sich 7 Gramm sehr gut werfen mit entsprechender Rute und Schnur. Alles darüber sowieso. Ich hoffe, das hilft. Wenn Du viel Kleinzeug werfen willst, macht es evtl. Sinn, das zu splitten in eine BFS-Kombo für den WG-Beriech von 4 bis 8 Gramm und eine Kombo zum Fischen im WG-Bereich von 10 – 25 Gramm.

      • Danke dir für die schnelle Antwort. Es hat mir sehr geholfen und ich werde mir die Metanium bald zulegen.

        • Viel Spaß damit. In meinen Beiträgen aus Spanien wirst Du sehen, dass ich die wirklich oft fische. Und dann muss sich was können, weil sie ja gegen eine DC konkurriert. Und die kann auch ein bisschen was 🙂

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