Teamwork bei der WPC

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Der eine oder andere hat’s ja evtl. schon über diverse Facebook-Seiten oder den Barsch-Alarm mitbekommen: Dustin und ich sind 5. geworden beim Bootsevent der WPC 2016. Ganz knapp sind wir am zweiten Platz vorbeigeschrammt. Ein Fisch mehr hätte uns eine Reise in die USA inkl. Flug, Haus, Boot und Teilnahme an einem Bass-Event beschert und Echolote und Elektromotoren, ein fettes Shimano-Rapala-Storm-Paket usw. Und es ist ja nicht so, dass wir keine Fehlbisse und Aussteiger hatten. Auf der anderen Seite haben wir aber auch ein paar richtig gute Aktionen dabei, die nicht alle Tage passieren und die verdeutlichen, dass jeder Fisch von beiden Anglern gefangen wird – auch wenn ihn letztendlich nur einer von beiden Akteuren an die Rute bekommt.

 

Der Arashi-Shadow Rap Shad-Barsch

Am ersten Tag lagen Dustin und ich sehr gut im Rennen. Die drei Zander, die wir in die Wertung einbringen konnten, hatten wir schnell zusammen. Und auch die ersten beiden Barsche gingen schnell ans Band. Für den dritten Barsch haben wir etwas länger gebraucht. Eigentlich hatten wir unseren Barschspot schon so gut wie aufgegeben, als mich Dustin fragte, auf was der Joshi beim Training denn den 35er da vorne auf der Spitze hatte. „Auf Crankbait.“ Und so schraubte sich Dustin einen Crankbait ran und fuhr uns 100 m weiter an eine kleine Buhne. Er macht den 3. Wurf: „Boah. Ein Meganachläufer. Voll der fette Barsch!“ Daraufhin wechsle ich von Gummi auf einen flachlaufenden Shadow Rap Shad, der in der Rapala-Starterbox drin lag, die jeder Teilnehmer beim Eröffnungsbriefing erhalten hat. Ich werfe an die Buhne, twitche 3 mal an, lassen den Köder stehen – SMASH! Unser dritter Barsch.

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Ab da konnten wir uns dann den Hechten widmen. Leider fingen wir beim Flachwasserkrautangeln aber „nur“ noch 5 Zander. (4 davon hatte Dustin).

 

Der Ein-Wurf-Hecht-PB

Am zweiten Tag lief es bescheiden an. Unser Superzanderspot vom ersten Tag lieferte nur einen Fisch. Dann lange nix mehr. Wir beschlossen, Barsche zu angeln. Kompletter Spotwechsel. Wir rasen los. Plötzlich lenkt Dustin ein und macht eine Kurve. Beim Abbremsen des Bootes schwappt eine Welle bei mir rein. Ich werde klatschnass. „Was war denn das jetzt?“ „An der Stelle hatte ich gestern mit dem ertsen Wurf auch gleich einen Fisch, erinnerst Du Dich?“ Ich denke mir, wie bekloppt das ist. Aber auf der anderen Seite stand hier ja gestern wirklich Fisch und so schnappe ich mir meiner 80-Gramm-Fireblood und werfe einen 6er Shad aus. Mehrfach schlage ich bei diesem ertsen Wurf das Kraut vom Haken. Der Köder ist kurz vorm Boot. Auf einmal rauscht mir ein fetter Fisch rein. Und nach einem dramatischen Drill mit vielen Fluchten ums und unters Boot, kann Dustin das Meterzwanzig-Monster dann einnetzen.

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Das nenne ich FISCHINSTINKT. Alleine hätte ich den Fisch niemals gefangen, weil ich straight zu den Barschen gefahren wäre, die an dem Tag nicht gebissen haben – zumindest bei uns.

 

Die Husaren-Zander

Auch am dritten Tag lief es nicht so gut. Es fing mit einem 47er Barsch an. Dann lange nix. Zweieinhalb Stunden vor Schluss fragt mich Dustin, ob wir eine krasse Alles-oder-Nix-Aktion bringen sollen und ganz ans Ende des Sektors fahren, um dort den einen Zanderspot anzufischen, den wir ausgekundschaftet haben beim Training. Mit dem Risiko, dass da jemand steht, der Spot bereits abgefischt ist oder heute keine Zettis da sind. Und wir dann keine Zeit mehr haben, weil wir eine Stunde für die Fahrt investieren. Ich hätte selber wahrscheinlich eher drauf gesetzt, mehr Zeit ins Angeln zu investieren als ins Fahren, habe das aber am Vortag schon durchgesetzt und war eigentlich auch so planlos, dass ich Dustins Entscheidungsfreudigkeit begrüßte. Es folgte ein Husarenritt bei Windstärke 6 gegen die Welle. Manchmal sind wir auch geflogen. Als wir am Spot ankamen, hatte Dustin, der das Boot abparken und den GPS-Anker aktivieren musste noch nicht mal sein Gerät klar, da war mein Jig schon unterwegs. Und kurz vorm Boot kam dann der erste Zander. Und während Dustin die jeweiligen Fotos knipste und die Fänge übermittelete fing ich noch zwei weitere Zettis an diesem Spot. Alles drei Fische, die ich allein niemals gefangen hätte.

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Ihr seht – Angeln ist immer auch ein Teamding. Wohl dem, der einen Teampartner mit so einem Fischinstinkt an seiner Seite hat. Respekt, Dustin! Und vielen Dank fürs schnelle und gute Fahren. Hat Spaß gemacht. Ich hoffe, dass wir noch ein paar mal zu so einem Wettangeln antreten.

fuenfter-platz

Foto: Anna McDoubleju

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