Tackletest extrem – Teil 1: NICARAGUA

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2015 war bisher für mich sehr bewegt und hektisch. Viel Arbeit, neue Länder und Abenteuer und zu wenig Zeit für die Berichterstattung. In der folgenden Zeit möchte ich meine Erlebnisse und Erfahrungen allerding ein wenig aufarbeiten und mit Euch teilen.

Im 1. Teil soll sich zunächst ersteinmal alles um meine Tour nach Nicaragua drehen. Nicaragua? Als Kind der ehemaligen DDR hatte ich bis vor ein paar Jahren nur die rot eingefärbte Berichterstattung über unser sozialistisches Bruderland im Kopf, aber mit der Erweiterung des anglerischen Horizontes,  tauchte Nicaragua auch ganz schnell oben auf der Liste auf, wenn es um große Fische geht. Gerade in puncto großer Tarpone bietet der von Anglern kaum befischte Dschungel einzigartige Möglichkeiten.

Tarpon stand schon immer bei mir ganz oben auf der „bucket list“ und ich konnte mir den Traum sogar an der Fliegenrute erfüllen.

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Durch ein Labyrith von Lagunen und Kanälen gelangten wir an unseren Bestimmungsort mitten im Dschungel, am Rande eines kleinen Indianerdorfes.

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Unsere Lodge vor Ort direkt am Flussufer am Rande des kleinen Indianerdorfes.

Fliegenfischen
Ein Labyrith aus Kanälen und Lagunen durchzieht den Dschungel und unter der Wasserobfläche treiben Fische Ihr Unwesen, die unsere Vorstellungskraft sprengen. Geräuschlos lassen wir uns mit der Strömung einen langgezogenen Kanal entlangtreiben. Vor uns in Todesangst hektisch flüchtendene Meeräschen. Hinter Ihnen riesige Strudel und urplötzlich durchbrechen riesige silbrige Körper die Wasseroberfläche. Wir befinden uns inmitten raubender Tarpone. Ich versuche bei Puls 180 ruhig zu bleiben und die Fliege sauber zu präsentieren. Schon beim vierten oder fünften Wurf passiert es. Biss! Mir reißt es die Fliegenschnur aus der Hand. Ich versuche diese festzuhalten, Stripstrike – Bääämm !

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Heißer Tanz mit dem Tarpon.

Vor mir explodiert ein Fisch und fliegt durch die Luft, die Flugschnur pfeift durch die Ringe und die Rollenbremse kreischt. In 2 Sekunden ist der Fisch bereits tief im Backing und ein wilder Kampf nimmt seinen Lauf.

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Beide Hände voll zu tun und die #12er G.Loomis GLX Crosscurrent muss zeigen was in Ihr steckt.

Nach etwa 30 Minuten kann ich meinen Gegner mit der GLX Crosscurrent #12 zur Aufgabe zwingen und halte einen gut 90pfündigen Tarpon in meinen Händen. Hut ab vor diesen Fischen.

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Um im Drill die Oberhand zu behalten und den Fisch nicht länger als nötig zu stressen, darf man nicht zimperlich sein und muss voll Druck machen.

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90lbs Silberbarren – Ein Traumfisch in einer Traumkulisse.

Spinnfischen
Was in heimischen Gefilden funktioniert sollte doch auch im Dschungelfluss den erhofften Erfolg bringen. Also haben wir uns reichlich Gummifische eingepackt, schwere Bleiköpfe aufgezogen und haben an den klassischen Stellen wie Ausbuchtungen, Einmündungen und Strömungskanten unser Glück versucht. Schnell wurde klar, dass wir damit genau den Nerv der Räuber getroffen haben. Da konnte die neue GRAPPLER S80M aus der JDM-Serie gleich zeigen, was in ihr steckt. Brutale Attacken in der Absinkphase gefolgt von wilden Fluchten und sogar ein wenig Luftakrobatik, damit haben sich die Snooks bei uns beliebt gemacht.

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Ein gejiggter Gummifisch fand hier schnell seine Abnehmer.

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Kampfstark und sogar manchmal sprunggewaltig, boten die Snooks eine schöne Abwechslung zur Fischerei auf Tarpon.

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Shimano Grappler S80M + Stella 8000 SW + 0,28mm PowerPro Super 8-Slick

Zwischendurch mischten sich immer mal wieder kampfstarke Jack Crevalle ins Geschehen…

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Die Aktion der Grappler S80M ist unter Vollbelastung semiparabolisch und federt wilde Fluchten und Kopfstöße zuverlässig ab.

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Dieser Jack hatte den X-Rap Jointed von RAPALA zum Fressen gern.

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Grappler Casting Series S80M

Shimano Grappler S80M

…und zum Schluss gab es dann sogar noch eine große Überraschung, als ich einen „kleinen“ Goliath Grouper landen konnte.

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Lesath Power Game 240 + Saragosa 5000 SW + 0,23mm PowerPro Super 8-Slick vs. „Mr. X“

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„Mr. X“ in voller Pracht! So entspannt wie mein Gesichtsausdruck auf diesem Foto auch aussieht, ca. 25-30kg können verdammt schwer zu stemmen sein.

Da wir ein großes Mündungsgebiet nur ca. 20 Fahrminuten vom Meer entfernt befischten und nur die oberen 2-3 Meter der Wassersäule Süßwasser waren, wunderten wir uns nicht allzu sehr, auch diese Fischart hier anzutreffen.

In Nicaragua ist halt mit allem zu rechnen, also ist hochwertiges Gerät unverzichtbar.

Euer
Robert Balkow
getawaytours.eu

 

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