Rapala Countdown – klassischer wobbelt’s nicht

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Zugegeben, in Zeiten, in denen vor allem aus Japan immer realistischere Wobbler zu uns rüber kommen, mutet der Rapala Countdown ein bisschen oldschool an. Das macht aber auch seinen Charme aus. Und auch das Countdown-Konzept hat es durchaus in sich. Nicht umsonst zählt der Balsa-Klassiker noch immer zu den meistverkauften Wobblern weltweit.

Weil bei uns richtig viel Klein- und Kleinstfisch unterwegs ist, habe ich in den letzten beiden Tagen fast ausschließlich mit der kleinen Fangmaschine geangelt. Und jetzt hat der Oldschool-Rapala einen Fan mehr.

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Das Countdown-Konzept

Im Gegensatz zu den exakt gleich aussehenden Original Floatern sinkt der Countdown. Daher ja auch sein Name. Man kann ihn zu den Fischen herunterzählen. Also: Auswerfen, sinken lassen und auf dem Nivea, auf dem man die Fische vermutet, durchkurbeln. Wenn man tief angeln will, muss man allerdings sehr dünne Schnüre verwenden und darf auch nicht zu schnell kurbeln. Gelegentliche Spinnstops müssen dann auch sein. Natürlich kann man die Countdowns so sehr tief fischen. Gerade die großen Modelle (7 cm, 9 cm und 11 cm). Die kleinen Versionen (2,5 cm, 3 cm und 5 cm) sind dazu meines Erachtens aber nicht gemacht. Mit denen fischt man im Flachwasser und probiert hier aus, ob die Fische am Grund, im Mittelwasser oder unter der Oberfläche stehen. Am Forellenbach kann man sie auch sehr gut mit der Strömung angeln und kommt so auch in die Gumpen.

 

Die Countdown-Vorzüge

Neben der variablen Lauftiefe haben die Countdowns noch drei andere Eigenschaften, die den unscheinbaren Klassiker für seine Fans in die Liga der Spitzen-Wobbler hieven: Zum einen ist da das Laufverhalten zu nennen. Wenn man so einen kleinen Balsa-Wobbler durchs Wasser rennen sieht, muss man fast schon ein bisschen schmunzeln. „Agil“ ist da kein Ausdruck. Schon die kleinsten Countdowns lassen die Rutenspitze zittern, dass es eine wahre Freude ist. Mit dem hyperagilen Lauf paart sich ein Sinkverhalten, mit dem sich auch so mancher Japan-Wobbler brüstet: Die Countdowns flattern beim Absinken auf ihrer Längsachse, so dass sie auch in den Sinkphasen wie ein lebendiges Fischchen wirken. Und dann sind die Countdowns auch noch echte Weitenjäger. Obwohl sich während des Wurfes keine Tungsten-Kugeln im Wobblerbauch verlagern, um den Köder einseitig zu beschweren und ihn wie einen Dartpfeil auf sein Ziel zuschießen lassen, fliegen die Countdowns sensationell weit und landen auf dem Punkt genau. Apropos „keine Tungsten-Kugeln“ – die Countdowns sind completely „silent“, was in stark beangelten Gewässern ja teilweise wieder sehr gefragt ist.

Hier noch zwei Videos, in denen man die Laufeigenschaften gut sieht:

US-Countdown-Video-Clip

Countdown-auf-Spanisch

 

So. Jetzt reicht‘s dann aber auch mit der Lobhudelei. Lassen wir mal ein paar Bilder für den Köder sprechen. Wer bei uns in Berlin in der Spree angelt, weiß wie schwer es ist, hier vernünftige Barsche zu erwischen. Umso mehr habe ich mich über den Knapp-Vierziger hier gefreut.

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Dazu kamen noch ein paar andere schöne Barsche.

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Und auch wenn man sie nicht gezielt beangelt, kann man sich gegen den Quoten-Rapfen am Angeltag nicht wehren.

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Countdown-Gear

Ich fische mit dem 3 cm und 5 cm langen Countdown. Um die beiden Dinger richtig weit werfen zu können, muss man natürlich auch seine Hardware auf Kleinzeug ausrichten. Ich fische die Stradic SSTR61L (1,85 m) mit einem WG von 3 bis 15 Gramm, die sich auch bei leichten Gewichten schön auflädt und die auch genug Saft für einen ordentlichen Rapfen hat. Diese Rute habe ich mit einer 1000er Rarenium kombiniert, auf der bis vorgestern eine 0,06er Power Pro war, die ich durch eine 0,04er Nanobraid ausgetauscht habe, um noch den einen oder anderen Meter Wurfweite zu schinden.

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Hier die Countdown-Größen, -Farben, -Tauchtiefen und Gewichte

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Viel Erfolg beim Barsch-Countdown wünscht

Johannes

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