Lesath CX 240 MH: Luxus-Leihgerät für beste Freunde

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Wie ihr ja inzwischen alle mitbekommen habt, tanke ich gerade spanische Sonne und Fischenergie. Und zwar relativ lang, so dass ich mich tackletechnisch auf sich verändernde Situationen einstellen muss. Eine dieser Situationen war, dass ich meinem Kumpel Felix, der nur ein paar Tage Zeit hatte, gesagt habe, dass er sein Gepäck klein halten und auf mein Angelgerät zugreifen kann. Da ich sowieso kiloweise Gummi und boxenweise Hardbaits dabei habe, musste ich mir ködertechnisch schon mal gar keine Gedanken machen. Etwas kniffliger war da schon die Hardware-Frage. Ich stehe auf Klarheit im Boot und wollte ihm deshalb eine Rute verpassen, die so ziemlich alles kann (so dass er evtl. sogar mit einer Rute glücklich ist) und die keinen Neid aufkommen lässt auf mein JDM-Gerät, das ich einigermaßen ungern aus den Händen gebe, u.a. weil ich für jede Angelsituation eine perfekt zurechtgeriggte Kombo an Bord haben will. Ich bin ein schöner Schuft, was? Aber auch ein Mitdenker und Gönner. Und deshalb habe ich dem Felix die in der Überschrift genannte Lesath CX 240 MH eingepackt.

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Die ist 2,40 m lang und hat ein WG von 14 – 42 Gramm. Zumindest steht das auf dem Blank. Und die 42 Gramm wird sie auch werfen. Als Kraftangabe für Jigger kann die Obergrenze aber nicht herangezogen werden. Mein subjektives Empfinden ist, dass sie ein bisschen leichter ist. Für mich ist das eher eine klassische M als eine MH.

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Die Rute ist eher zufällig in meinen Besitz gelangt. Und zwar war ich vor einem Fisch&Fang-Dreh zum Thema „Rutenbruchtest“ an der Wuppertalsperre bei Shimano, als mich ein Anruf aus der Redaktion erreichte, dass wir neben dem Rutenbruchtest noch zwei andere Filme drehen können, wenn ich mag. Einmal Ansitzen auf Riesenaal. Und einmal Uferangeln auf Monsterbarsche. Zu Letzterem muss man mich nicht zweimal auffordern. Problem: Ich hatte keine Ruten dabei. Schließlich wollte ich für den Rutencrash-Movie kein eigenes Material solange misshandeln, bis es bricht. Und so habe ich bei Shimano mal gefragt, ob man mir eine Rute stellen kann auf die Schnelle. Eine, die 20 Gramm wirft und ein bisschen länger und damit uferangeltauglich ist. „Unglücklicherweise“ stand da dann leider nur eine Lesath herum. Sonst gab’s wirklich nix ergleichbares. Ich hätte auch jede andere Rute genommen. Aber wenn es das Schicksal so will…

Leider waren die Barsche nicht bissig und so wurde zu allem Überfluss nichts aus dem Barschfilm. Wer die Lesath einmal in der Hand gehalten hat, wird verstehen, dass ich mich von der Wupper nicht nochmal in den Zug gesetzt habe, um alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit die Rute wieder in die Shimano-Zentrale nach Krefeld kommt. Die liegt unglaublich gut in der Hand, ist perfekt ausgewogen (trotz 10 Ringen), hat einen tollen Rollenhalter und sieht richtig gut aus. Und weil alle einverstanden waren, dass ich sie weiter teste, hatte ich sie in Holland dabei, wo sie dann eine Hauptrolle in einem Fisch&Fang-Wobbel-Clip spielen wird, der im Mai auf der DVD zu sehen ist. Kurz zuvor hatte ich sie aber schonmal unter Extrembedingungen getestet und deshalb komme ich auch auf meine M-Klassifizierung: An meinem Geburtstag (Juni) gehe ich traditionell angeln. Letztes Jahr auf Zander. Trotz extremen Windes, der die Wellen so aufgepeischt hat, dass ich mehrfach fast aus dem Boot gefallen bin. Der Anker hat nur an einer Stelle gegriffen. Ein gutes Angeln war nicht möglich. Ich musste in alle Richtungen werfen und war wirklich erstaunt, wie weit diese Rute wirft. Ich glaube, ich habe noch keine weiter werfen sehen. Problem: Schnurbögen der Extraklasse. Und dazu die Distanz. Und dann bekomme ich tatsächlich auf volle Distanz bei einem Wurf seitlich zum Wind einen megaderben Einschlag. Einer der schönsten Bisse des Jahres. Und den konnte ich mit der für diese Angelsituation zu leichten Rute nicht parieren.

Und jetzt von der Vergangenheit in die Gegenwart: Als ich Felix die Lesath in die Hand drückte, habe ich erstmal gar nix gesagt. Nix vom Preis. Nix von der M- oder MH-Klassifizierung. Ich habe ihn einfach gefragt, ob ihm die 4000er Rolle zu groß ist. War sie nicht. Und dann wurde geangelt. Felix ist ein Tacklefetischist. Er kennt die Rutenserien nicht. Für den ganzen Firlefanz hat er als dreifacher Familienvater und weltweit aktiver Kameramann keine Zeit. Aber angeln mag er immer noch. Und gutes Gerät weiß er dann auch zu schätzen. „Du Hannes, ich glaube ich habe noch nie so weit geworfen wie mit dieser Rute.“ Manchmal auch zu weit. Aber nach 7 Stunden Dauerfeuer und Fotoarbeit kann auch mal ein Jig zu weit fliegen, wenn man so eine Distanzschleuder nicht gewohnt ist. „Leichter dürfte die auch nicht sein. Aber für das hier ist die ja perfekt.“ Usw. In jedem Fall sind Felix und die Lesath zu einer unzertrennlichen und fängigen Einheit zusammengewachsen – egal, ob es auf tiefer stehende Zander, Flachzander oder Barsche ging. Felix hat Köder zwischen 4 und 5 Inch geangelt und Gewichte von 7 bis 20 Gramm geworfen und 30 Gramm vertikal gefischt.

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Mein Plan ist voll aufgegangen. Ich habe Felix glücklich gemacht und hatte nicht eine Anfrage bezüglich JDM-Tackle. Und das will was heißen – das wiederum weiß jeder, der schon einmal eine Expride oder Adrena in der Hand gehalten hat.

Die technischen Features suche ich wann anders raus. Jetzt wird gleich wieder losgeangelt.

Hasta pronto!

Johannes

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