EL embalse de mis suenos

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Hallo Leute.

Mitte Januar ging es für mich zum widerholten Male nach Kuba zum Fischen. Genauer gesagt ins Escambray Gebirge. Dort ein eingebettet zwischen den Hügeln liegt einer der schönsten Stauseen der Welt. Der Salto Hanabanila. Mitten in einer traumhaften Bergkulisse, umgeben von Wäldern und Felsen. Und unter Wasser sieht es genauso aus: Felsen und Baumkronen, die mitten aus dem See ragen. Mit einer Länge von über 20 km ist der See ein wahrer Gigant. Durch die relativ geringe Breite schlängelt sich der See sprichwörtlich durch das Gebirge. Es reihen sich hunderte von kleinen Buchten aneinander. Und eine ist schöner als die andere.

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Der Ausblick aus der Unterkunft.

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In jeder Bucht standen die Barsche.

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Vor lauter Hotspots weiß man gar nicht, wo man zuerst hinwerfen soll.

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Baumspitzen über…

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… und unter Wasser.

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Auch fischtechnisch hat der See einiges zu bieten, er beherbergt nur barschartige Räuber: Largemouth Bass, Smallmouth Bass, Sonnenbarsche, Tilapias und einige Barscharten, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt!

Viele werden sich jetzt fragen, warum man in die Karibik fährt, um im Süßwasser zu angeln. Die Antwort ist so einfach: Mein Kollege und Freund Johannes Dietel hat es mal das „schwarze Fieber“ genannt – die Sucht nach Schwarzbarschen! Ist man einmal infiziert, gibt es keine Rettung mehr. In Kuba wachsen diese Burschen zu wahren Riesen heran. Fische mit einer Länge von 60 cm gehören hier zur Tagesordnung. In Spinnanglerkreisen wird ein richtiger Hype um diese Fische gemacht. Meines Erachtens auch zu Recht, aber die Meinungen, warum das so ist, gehen sehr weit auseinander. Viele sind sich einig, dass die Kampfraft, das Aussehen und die List der Schwarzbarsche den besonderen Reiz ausmachen. Meiner Meinung nach ist es vielmehr die Art und Weise, wie man diesen Fisch überlistet, das Ausschlagebene. Von der Oberflächenangelei bis hin zum Weightless-Fischen zwischen versunkenen Bäumen oder das Wacky-Fischen etc. Es ist einfach der Wahnsinn, was man sich an manchen Tagen ausdenken muss, um diese so raffinierten Dinger an den Haken zu bekommen. Ich habe bis jetzt noch kein Fisch erlebt, der einen Köder aggressiver nimmt und ihn dann voll frisst. Das ist wirklich so: Wenn ein Schwarzbarsch den Köder attackiert, dann frisst er ihn in der Regel. Das lässt sich mit Worten fast gar nicht beschreiben, auf jeden Fall darf man einen Biss vom Schwarzbarsch nicht gleich parieren und anschlagen. Man sollte dem Fisch die Möglichkeit geben, den Köder auch vollständig fressen zu können, zumindest bis an den Punkt, an dem der Haken versteckt ist.

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So aber jetzt zurück zum See: Da an diesem See auch ein enormer Angeldruck herrscht, ist hier auch nicht ganz so einfach, einen Kapitalen an den Haken zu bekommen. Mein Freund David hat hier ein ganz passendes Sprichwort für den See parat: „Was der Bauer nicht kennt, das funktioniert hier“. In Kuba sind die Möglichkeiten, Angelzubehör und Köder zu kaufen sehr begrenzt. Das, was die Kubaner hier fischen, ist entweder selbst gebastelt oder es wurde ihnen geschenkt. In Sachen Improvisation sind die Kubaner Weltmeister. Gummiwürmer werden z.B. aus alten Schuhsohlen gegossen. Was das Equipment angeht, hat man als Europäer einen kleinen Vorteil. Im Gegensatz zu den Kubanern setzen die Angel-Touristen die aber Fische wieder zurück. Nicht nur politisch scheint Kuba im Wandel zu sein. Seit einigen Jahren gibt es sogar ein 4 Wöchige Schonzeit für Schwarzbarsch, die auch eingehalten wird. Auf eigene Faust ist es fast unmöglich, an diesem See zu fischen. Da es aber an diesem See ein Hotel gibt, ist es eigentlich kein Problem, sich das hoteleigene Boot mit Guide zu mieten. Das Problem ist, dass es nur ein Boot gibt und somit ein spontanes Anreisen sehr problematisch werden kann. Ich habe in den letzten Jahren schon ein paar unterschiedliche Gewässer auf Kuba ausprobiert und es werden sicherlich noch einige dazu kommen. Aber der Salto Hanabanila ist bis jetzt das Maß aller Dinge.

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Das Hotel Hanabanila

Und wenn alles klappt, gibt’s große Schwarzbarsche.

SONY DSCSONY DSCSONY DSCZu den Ködern und dem Gerät komme ich in einem neuen Blog .

 

Danke fürs Vorbeischauen.

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6 Kommentare

  1. Hey Veit, super geschrieben.Ich würde auch gerne mal auf Schwarzbarsche los.Wekches Ziel würdest du mir empfehlen?Gruss Gerrit

    • Veit Kazimiersch

      Hallo Gerrit, ich war leider bis jetzt nur in Kuba zum Schwarzbarschfischen. Das geht aber auch in Europa (Italien, spanien und Frankreich). Du wirst dort aber nicht so große Fische fangen wie auf Kuba. Als anternative zu Kuba würde mir jetzt nur Mexiko einfallen. Würde dir schon Kuba empfeheln da Mexico sehr teuer ist. Wenn du Infos brauchst sag bescheid.

      • Hallo Veith,

        ich fliege Mitte März ebenfalls nach Kuba und habe Ruten eingepackt. Leider finde ich sehr wenig Informationen was das Angeln dort angeht. Möchte Schwarzbarsch und an der Küste angeln. Gibt es spezielle Regelungen die ich beachten muss? Hast du vielleicht gute Tipps für mich?

        Viele grüße Dimitri

        • Veit Kazimiersch

          Ist schwierig, das Süßwasserangeln da die Kubaner alles mitnehmen was Sie fangen. Zum Schwarbarschangeln würde ich dir Hanabanilla empfehlen. Zum Meersangeln wende dich mal vor Ort in deinen Hotel. Wo bist du denn auf Kuba?

          • Hannabanila hatte ich auch im Sinn oder auch Zaza. Am Hannabanila gibt es leider nur ein Hotel. Danach geht es noch weiter nach Trinidad und Cienfuegos. Ansonsten noch Varadero und Vinales. Ist in Kuba freies Angeln an der Küste möglich oder wird eine Art Lizenz benötigt?

          • Veit Kazimiersch

            Denke das man keine Lizenz benötigt im Meer.

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