Frühjahr an der Lenne im Sauerland mit der kleinen Wobblerrute von G.Loomis.

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Obwohl ich mich schon vor 20 Jahren der Fliegenfischerei verschrieben habe, zieht es mich ein paar Mal im Jahr immer noch zur Fischerei mit kleinen Sinkwobblern und kurzen einteiligen Ruten an meine Hausstrecke, der Lenne im Sauerland.

Da ich auch gerne Fisch esse und räuchere, gehen mein alter Freund Gerd und ich auf Raubforellen, entweder zum Anfang der Saison, wenn es schon etwas wärmer war und die Forellen sich vom Laichgeschäft erholen konnten oder am Ende der Saison, wenn die Algenblüte schon länger vorbei ist, das Wasser und somit der Fisch wieder sehr gut schmeckt.

Die Lenne ist hier, nahe meines Hauses, ein großes Gewässer von teilweise 30m Breite und 2 – 3m Tiefe. Kleine Wobbler beim Führen genau zu spüren und eine 50er Forelle in schnellem Wasser sicher zu halten ist keine leichte Aufgabe.

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Gewöhnliche Spinnruten haben dafür meist eine zu weiche Spitze. So nutzen wir nun schon seit Jahren schnelle, einteilige und „fühlige“ Ruten von Shimano oder G.Loomis (803S-JWR) um 2 Meter, Rollen in der 1000er oder 2500er Klasse, eine dünne geflochtene Hauptschnur mit 2m 18er Fluorcarbon als Tippet.

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Die Wobbler sind fast immer Sinker oder Suspender von Rapala im Forellen- oder Elritzenfinish um die 7 cm, verbunden mit dem Monofil über einen sehr kleine Karabiner, der den Lauf des Wobblers nicht beeinflusst. Meist ersetzen wir die Drillinge durch Einzelhaken oder wir drücken die Widerhaken an.

Von unten nach oben:

MAX RAP MXR7 Juvenile Brown
X-RAP XRCD-7 Brown Trout
X-RAP XRCD-7 Muddler

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Bei der Führung der Wobbler sind wir wieder ganz „Fliegenfischer“ und führen sie, wie eine Nassfliege im „Wet Fly Swing“. Schräg stromüber geworfen lassen wir den Wobbler absinken und führen in so tief wie möglich im Swing zum ausgefischten „Hang Down“. Und genau in diesem Swing spürt man mit den sensiblen Ruten jegliche Bewegung des Wobblers, jede Störung im Lauf durch Algen und jede Fischberührung ganz deutlich bis ins Handteil.

wetfly

Der Fischtag war graublaukalt und auf dem Weg zur Lenne habe ich eine Gitarrenmusik meine alten Freundes gehört, die mir beim Drehen des Footage nicht aus dem Kopf ging und einfach gut zu dem Tag passte. Und so lag es nahe, diese Musik als Hintergrund für den kleinen Film zu verwenden. Seltsam schöner Tag. Und erfolgreich, wie man sieht, denn er wurde mit einer End 40er Brownie abgeschlossen. Lecker!

JF 2014/04

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