Im Herbst geht es an den Peenestrom

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Das ich am diesjährigen Barsch-Alarm.de – Peenetreffen wieder nicht teilnehmen kann schmerzt sehr. Ist doch gerade dieses Treffen für mich Tradition und Teil meines anglerischen „Community-Lebens“.

Im Herbst ziehen die größeren Barschschwärme in den Peenestrom. Da kann ich als Barsch-Fan natürlich nicht still halten. Ich muss da hoch. Also einen freien Tag kurzfristig dafür ausgewählt, um mit Jan und Oskar auf dem Peenestrom nach dem Rechten zu schauen. Mal ein Vorteil in der Mutterstadt zu wohnen – es ist nicht weit und zu dritt halten sich die Kosten im Rahmen. Also morgens um 5 die Jungs eingesackt und ab dafür.

Vor Ort dann kurze Lagebesprechung mit Lars. Barsche waren schon mal da. Aktuell müsste man aber viel suchen. Zander gehen auch. Viele kleine, aber auch mal ein Besserer dabei. Hecht geht nicht. Und dann die Hiobsbotschaft – das Ankern vor „meiner“ Brücke ist neuerdings verboten. Was ein Mist! Naja, meine Begleiter freut es. Müssen sie mein Gejammer „Ich will zur Brücke!“ nicht ertragen 😉

Pünktlich um 8 Uhr „rasen“ wir mit 15PS raus auf den Strom. Als Ziel eine Fahrrinnenkante, an welcher es in den letzten Jahren immer ganz gut lief.

Ausgerüstet sind wir für so ein Peenestromabenteuer mit mittelschweren Barschruten, leichten Zanderruten und mittelschweren Hechtruten. Gummifische von 10cm bis 20cm sind meist völlig ausreichend und decken die drei Zielfische perfekt ab. Wichtig für den Peenestrom sind die Jigköpfe, welche von 10 Gramm bis 50 Gramm dabei sein sollten. Wenn Wind und Ein- oder Ausstrom zuschlagen, dann kann es an einem Spot innerhalb von kurzer Zeit sein, dass man anfangs mit 14 Gramm angelt und plötzlich 40 Gramm braucht. Sowas kenne ich nur dort.

Perfekt für das Angeln im Peenestrom sind für mich 2 Ruten – die Yasei „Speed Jigging“ in 2,15m Länge mit einem Wurfgewicht von 7-28 Gramm und die Yasei „Spinning Pike“ mit einer Länge von 1,65m und einem Wurfgewicht von 40-120 Gramm.

Beide Ruten sind unglaublich leicht und ermöglichen so ein entspanntes Angeln über den ganzen Tag.

An der „Speed Jigging“ machen Barsch und kleinere Zander noch richtig Spaß. Sie ist feinfühlig genug, dass man bei Bedarf sogar auf Dropshot umsteigen kann, bietet dazu aber genügend Reserven, ein „Peenedickschiff“ sicher zu landen. Gepaart mit einer 2500er Rarenium ist die mittelschwere Combo perfekt.

speedjigging

Die „schwerere“ „Pike Spinning“ ist derzeit meine Lieblingsrute, wenn es mit 15-20cm Gummis und/oder schweren Jigs auf Hecht und Zander geht. Diese habe ich mit einer 4000er Stradic CI4 versehen. Rute und Rolle passen unglaublich gut zusammen. Fantastisch leicht!

pikespinning

Zurück zum Angeltag. Wir haben unseren Spot erreicht und unsere Köder dürfen endlich ins Wasser. Ist der Barsch da? Was machen die Zander? Oder wird es wieder so ein Peenestrom-Tag, an welchem man den ganzen Tag keinen Biss bekommt?

Um es vorweg zu nehmen – so ein Tag wurde es nicht!

Oskar und Jan bekommen die ersten Bisse und können ein paar schöne Zander um die 50-60cm fangen. Ein Mitte 80er Hecht findet Oskars Gummi auch ganz toll. Lediglich bei mir tut sich außer 3 Fehlbissen nichts. Manchmal ist Angeln doch ungerecht…

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Wir wechseln noch 2 mal den Spot. Nun finden wir auch die ersten Barsche. Leider nur kleine. Dafür kann ich den Jungs mit meinem Dropshot-Rig mal zeigen, wer hier der „Barsch-Profi“ im Boot ist.

Da wir aber nicht für die Kinderstube hier hoch gefahren sind, geht es zurück an die Fahrrinne. Lars steht hier mit seinen Gästen auch schon den ganzen Tag. Viele Zander und auch gute Barsche haben Sie gefangen. Das ewige Thema „stehen bleiben oder Fische suchen“ – heute wäre stehen bleiben besser gewesen.

Wir parken uns also wieder an die Fahrrinne und feuern die Köder raus. Der Einstrom hat wohl was mitgebracht. Nun geht es auch bei uns Schlag auf Schlag. Kleine Zander und mittelgroße Barsche finden den Weg in unser Boot. Endlich auch bei mir.

Sehr interessant war, dass die Fische die Köder nur dann attackiert haben, wenn diese minimale Sprünge am Grund vollführt haben. Eine halbe bis eine Kurbelumdrehung – mehr durfte es nicht sein.

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Gegen 18 Uhr müssen wir dann leider wieder rein. Die Sonne geht langsam unter. 40-50 Zander, ca. 30 Barsche und einen schönen Hecht – es gab schon deutlich schlechtere Angeltage.

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Einen kleinen Zusammenschnitt des Tages seht ihr in dem Video.

Schön war es. Und natürlich nicht das letzte Mal.

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