Ich geh dann mal kurz auf Rapfen

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Vielen von Euch geht es eventuell wie mir – Familie und Job nehmen einen großen Teil der verfügbaren Zeit in Anspruch. So bleibt das Hobby leider öfter gedanklich im Fokus, als aktiv.

Vorteil im Sommer (aber auch noch Spätsommer) sind die milden Temperaturen und der späte Sonnenuntergang. Es ist einfach um 16 Uhr noch nicht dunkel.

So kann man die milden Temperaturen und das lange verfügbare Licht auch mal dazu nutzen, einen kurzen, spontanen Trip an das nächstgelegene Gewässer zu unternehmen. Für mich als Berliner ganz klar die Spree.

Ich mag es total, mit wenig Gepäck in die urbane Atmosphäre der Stadt abzutauchen und ein paar Rapfen zu ärgern bzw. mich ärgern zu lassen. Klar ist es immer toll, was zu fangen, aber das „Feeling“ im Sommer beim Streetfishing in Berlin ist für mich jedes Jahr immer wieder schön. Da spielt es manchmal auch keine Rolle, wenn man mal (wieder) nix fängt.

Was braucht man? Wie gesagt – nicht viel. Einen Kescher mit langem Stiel bzw. einen Spundwandkescher. Eine mittellange Rute und ein paar Köder. Dazu noch einen Hakenlöser und ein Tuch zum abwischen der Hände.

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Ich bevorzuge mittellange Ruten, weil es in der Stadt oft durch Uferbebauung eng wird. mit 2,70m langen Ruten hier „rumzufuchteln“ macht einfach keinen Sinn, auch wenn man eventuell mehr Wurfweite erreicht. Kurze Bootsruten um die 2m mag ich zwar total, sind aber für Uferangler nicht ganz optimal, da manchmal ein paar Meter Wurfweite doch entscheidend sind. Und die kurzen Ruten laden sich einfach nicht ganz so toll auf. Bleibt also ein Kompromiss zwischen beiden Welten.

Ich verwende hier immer wieder gern die Shimano Yasei Speed Jigging. Diese Rute schließt perfekt die Lücke zwischen  leichter Barsch- und schwerer Hechtrute! Die Speed Jigging entfaltet ihr volles Potential bei Ködern um die 10-15cm. Also etwas größer und schwerer als der klassische Barschköder, jedoch nicht so groß und schwer wie ein klassischer Hechtköder (z.B. 15cm Gufi). Somit die perfekte Rute wenn es mit leichteren Ködern auf Zander oder Rapfen gehen soll. Weiterhin ist sie mit ihrer Länge von 2,15m etwas länger als die kurzen Bootsruten und gibt mir somit die Wurfperformance, welche ich als Uferangler brauche und ist dabei kurz genug nicht überall gegenzuschlagen. Dabei ist sie dann auch noch unfassbar leicht (kombiniert mit einer 2500er Rarenium). Es ist mir immer wieder eine Freude, mit dieser Kombo loszuziehen. Sommergetränk gehört ganz klar dazu 😉

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Als Köder bieten sich im Sommer kleine Hardbaits an. Die Futterfische sind oft in kleinen und großen Schwärmen unterwegs. Mal mehr am Uferrand, mal irgendwo draußen an der Oberfläche. Dort sehen wir sie zwar nicht, aber das laute Platschen der Rapfen sagt uns, wo sie sind.

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An manchen Tagen sind kleine Wobbler wie z.B. der Clackin Minnow von Rapala erfolgreich. Oft, wenn die Rapfen sich nicht durch aktives Rauben bemerkbar machen. An anderen Tagen sind es kleine Stick-, Jerkbaits oder Popper, die zum Erfolg führen.

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Wichtig ist meiner Erfahrung nach eine etwas schnellere Köderführung, wenn es auf Rapfen gehen soll. Ich glaube auch, dass die Biester immer da sind, jedoch nicht an allen Tagen die richtige Bereitschaft an den Tag legen, unsere tollen Köder attackieren zu wollen.

Und wenn es dann mal wieder so ein Tag ist und ich mir diesen Tag auch noch zum angeln ausgesucht habe, dann feuer ich einfach weiter meine Köder raus, genieße die Aussicht und höre aus den Clubs an der Spree der Reggae-Musik zu.

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An anderen Tagen gibt es aber auch den erhofften Einschlag. Genau dieser ist es ja, der uns ans Wasser treibt. Für mich immer wieder toll dieser Anbiß eines Rapfens.

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Genießt die letzten Tage dieses Sommers. Bald ist es wieder kalt und dunkel. Viel Erfolg.

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