Harter Fight um jeden Biss

Beitrag enthält Werbung

Dieses Jahr bin ich für 4 Wochen nach Spanien abgehauen. Dementsprechend viel hatte ich mir vorgenommen. Und so habe ich mir nicht nur 20 kg Köder in den Koffer gepackt, sondern auch 15 kg per Paket vorausgeschickt. Sehr viele Hardbaits, weil ich viel mit Wobblern fischen wollte. Nun verhält es sich so, dass die Fische nicht wirklich geballt im Flachwasser stehen. Vor allem die Barsche sind noch nicht in den Buchten.

Man muss sich die Fische oft einzeln rauskämpfen. Man hört ja immer wieder, dass es so einfach ist in Spanien. In der Theorie befischt man hier auch sehr gute Fischbestände. Aber wenn sich die Pegelstände ständig verändern, der Wind jeden Tag bläst, das Wasser einfach nicht wärmer werden will und die Fische in den endlosen Weiten der Talsperren umhergeistern oder einfach nicht beißen wollen, muss man genauso präzise angeln wie bei uns. Und wenn mich hier jemand in den Kommentaren mit Aussagen stichelt, dass es in Spanien komplett eine anspruchslose Angelei ist, die eines Shimano-Teamanglers nicht würdig ist, kann ich ihm versichern, dass ich mir teilweise wirklich schwer tue, überhaupt ein paar Fische rauszuspielen.

Eins ist klar: Ein gutes Revier bleibt immer ein gutes Revier. Und andernorts hätte man sicher Probleme, überhaupt etwas zu fangen. Und es wird hier auch Leute geben, die derzeit ein bisschen besser abschneiden, weil sie etwas anders machen.

Ich angle hier ständig neue Plätze und fische mit vielen guten Anglern. Wir hauen immer mal was raus. Schöne Beifänge zu Beispiel.

dom-monster

dom-karpfen

dori-zetti-2

Von Massenfängen aber sind wir weit entfernt und wenn’s ums Thema Barsch geht, liegen Welten zwischen meinen ursprünglichen Erwartungen und der gelebten Realität.

Umso besser kann man sich an einzelne Bisse erinnern. So z.B. an den Biss dieses Zanders, den ich mit dem Twitchbait aus einer versunkenen Olivenbaumkrone rausgelockt habe.

shaddow-rap-zetti-3

Mein erster Shadow Rap-Zander überhaupt. Kurz darauf hatte ich noch einen Nachläufer von einem mittleren Zander oder einem echt großen Blackbass. Den Ruck spüre ich immer noch. Den Verfolger sehe ich noch abdrehen. Das wäre sicher anders, wenn ich jeden Tag 30 Fische fangen würde. Und so wartet jeder Angeltag mit besonderen Erlebnissen auf, auf die ich mich jeden Tag aufs Neue freue. Das hat auf jeden Fall auch was. Und inzwischen bin ich es von vielen Fahrten an vermeintliche Topgewässer ja auch gewohnt, dass die Fische auch dort nur Launen und Zyklen unterworfene Kreaturen sind und keine Mohrrüben, die man eben nicht einfach rauszupfen kann. Ich denke, diese Erfahrung teile ich mit den meisten von euch.

In diesem Sinne: Viel Erfolg beim nächsten Trip!

Hasta pronto!

Johannes

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

neun − 6 =