Geburstagsverarsc..

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Da wirste nun schon nicht jünger und dann nutzen die Wetterfritzen das aus und verarsc… Dich aufs Übelste. Seit Tagen hatte ich mich auf den Anpfiff zur Zandersaison 2016 gefreut. Mit dem Boot wollte ich raus. Und da mein Geburtstag und der Saisonstart ungefähr auf den gleichen Tag fallen, wollte ich mir zum heutigen Ehrentag ein kleines Zander-Inferno schenken. Ein große hätte ich auch angenommen – keine Frage. Und dann diese Unwetter überall. Wenn die Hagelkörner runtergehen und die Blitze zucken, willste selbst als unwettererprobter und zigfach reingewaschener Hardliner nicht auf der Dahme stehen. Ich also heute morgen das Wetter gecheckt. OK. Soll wohl regnen. Könnte auch schlimm werden. ‚Aha. Aber ohne Biss gehe ich nicht aus diesem Tag raus, Sportsfreunde von wetter.com und windfinder.com!‘ Also das kleine Marschgepäck klargemacht, ne Regenjacke übergezogen und an den Treptower Hafen gefahren.

steher

‚Mann, was ist das heiß! Brutal.‘ Strahlend blauer Himmel. Und um mich rum nur Leute in kurzen Hosen. Ein verliebstes Pärchen hat sogar noch weniger dran. ‚Schnell dran vorbei mit Deiner Regenjacke. Mann. Peinlich. Egal. Erstmal Barschkontakt herstellen.‘ Erster Wurf: Fehlbiss. Twisterschwanz ab. ‚Soll das ein Omen sein fürs neue Lebenjahr? Und wenn – was für eins? Nicht weiter denken. Alles wird gut. Wirf einfach nochmal aus. Schnell.‘ Zack. Barsch. Hängt. Was ein Einschlag. Was ein Fight. Was ein brutaler Buckelansatz. Einfach toll. ‚Das sind die Fische, die Blogeinträge lesenswert machen und den Ruf als Superspezi weiter festigen.‘ Hut ab, Hannes!

birthday-barschi

Aber aus mir wird vielleicht auch kein superambitionierter Spreeangler mehr. Mir hat’s echt mal richtig Spaß gemacht aufm Rummelsburger oder am Plänterwald und noch mehr in Köpenick. Aber wenn ich in das Wasser hier schaue, verliere ich ein wenig die Motivation. Unsere Spree ist klarer als jeder Gebirgsbach. Man kann die Bierflaschen zählen, die die Spreechiller abends in den Fluten versenken. Man sieht jedes Fahrrad. Ja, jede Speiche. Bzw. jeden Bachflohkrebs, der sich im Algenbewuchs an den Speichen eingenistet hat.

spreewasser

‚Nein. Das darf kein Geburtatgsangeln sein! Du haust hier sofort ab, gehst auf Dein Boot und angelst jetzt noch ein paar Stunden vernünftig auf Zander. Im Tiefen. Flach brauchste bei den Sichtverhältnissen erst gar nicht angreifen!‘

Ich also zuück zum Auto. Losfahren. Radio anschalten: „… warnt vor Starkregen und schwerem Hagel.“ Mist. Den Vorlauf habe ich nicht gehört. Aber es ist so schwül, dass da sicher ganz schön was runterkommen kann. Und man hat ja die Bilder im Kopf von den Hagelräumungen im süddeutschen Raum aus den letzten Tagen. ‚Ne. Du willst ja noch öfter am Geburtstag angeln gehen. Lass abblasen. Geh arbeiten und vielleicht wirds ja morgen besser mit dem Wetter.‘

Und so sitze ich hier und warte auf das große Geburtstagsunwetter. Es will nur nicht kommen. Wobei es sich langsam zuzieht. Für ein paar Stunden auf dem Boot hätte es aber schon gereicht. Naja. Man kann ja nie wissen. Evtl. sage ich mir in einer halben Stunde, dass ich dieses Unwetter nicht auf dem Boot erlebt haben wollte. Und die Zander rennen ja nicht weg…

UPDATE 1: Es ist jetzt 16.40 Uhr. Geregnet hat’s immer noch keinen Tropfen. Geschweigedenn gehagelt oder geblitzt. Fühle mich schon ein bisschen verschaukelt.

UPDATE 2: Der Regen kam dann um 18.30 also pünktlich in dem Moment, als ich mit meiner Freundin zur Pizzaria loslaufen wollte, wo ich mit ein paar Freunden verabredet war. Da hab ich uns dann aber ein Taxi gegönnt. Weil komplett versäckeln lasse ich mich ja auch nicht.

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