Flachwasser-Carolina-Rig

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Soweit ich weiß, hat mein Kumpel und Teamkollege Jochen einen Blogbeitrag zum Thema „Flachwasser-Spinnfischen“ in Planung, für den er noch ein paar Bilder sammelt. Ich will dem nicht vorgreifen, aber je früher ihr das Carolina-Rig im Flachwasser einsetzt, desto besser. Und so haue ich heute mal eine Methode raus, die in Jochens nächstem Blog bestimmt auch Erwähnung finden wird und behandle sie detailliert.

Carolina-Rig vs. Jig

Das C-Rig besteht ja im Wesentlichen aus einem Blei, das von einem Wirbel gestoppt wird. Dahinter kommt ein Vorfach mit Haken und Köder.

flachwasser-c-rig-barsch

Diese Trennung von Köder und Blei erlaubt es uns, mit schwereren Gewichten zu fischen als beim Gummifischangeln, wo die Dauer Absinkphase ja vom Bleigewicht bestimmt wird. Man sagt, dass die Fische zwischen 1 und 3 Sekunden Zeit benötigen, um den Köder zwischen den einzelnen Sätzen aufzunehmen. Stehen die Fische flach, ist das nur mit extrem leichten Jigs zu realisieren, die sich nicht weit werfen und bei Wind auch schlecht kontrollieren lassen.

jigbarschflachwasser-zander

Flachwasser-Carolina-Rig-Aufbau

Das auf der Hauptschnur laufende Blei kann diese beschädigen. Um Schnurbrüche zu vermeiden, binde ich einen Meter starkes FC an die geflochtene Hauptschnur. Jetzt wird das Blei aufgefädelt. Das wähle ich so schwer, dass ich es weit werfen und schnell über den Grund schleifen kann. Ich gehe selten unter 10 Gramm und selten über 20 Gramm. Wer den Knoten schützen will, nimmt eine Gummiperle anstelle einer Glasperle. Dann folgen Wirbel und Vorfach.

Carolina-Zander-Rig: 15er-18er Hauptschnur (geflochten), 0,7 m FC (0,34 – 0,38 mm), Bullet , Perle (auch gern aus Gummi, um den Knoten zu schonen), Wirbel, 0,5 m FC (0,30 – 0,34 mm) – bei großem Hechtaufkommen 0,36er Flexonit.

Carolina-Barsch-Rig: 13er-18er Hauptschnur (geflochten), 0,7 m FC (0,30 – 0,34 mm), Bullet , Perle, Wirbel, 0,5 m FC (0,24 – 0,27 mm, an Zandergewässern auch 0,30 mm).

Carolina-Finesse-Rig: 8er – 10er Hauptschnur (geflochten), 0,7 m FC (0,21 – 0,24 mm), Bullet, Gummiperle, Wirbel, 0,5 m FC (0,17 – 0,21 mm)

 

Carolina-Rig-Köderbefestigung

Also Köder kommen Krebse, Würmer oder auch Action-Shads zum Einsatz. Während ich Krebse und Würmer am Offset-Haken fische, werden Action Shads am großen Dropshot-Haken (Größe 1/0 bis 4) an der Lippe angeködert. Egal wie – meine Köder sind immer von einer kleinen Spirale (Hitching Post) oder einem Baitholder aus Plastik gesichert, so dass mir die Fische die Köder nicht klauen können.

Offset-Anköderung mit Hitching Post

carolina-hitching-post

Nosehooking mit Hitching Post

hitching-post

Nosehooking mit Plastik-Baitholder

plastik-baitholder

Flachwasser-Carolina-Köderführung

Die Köderführung ist recht simpel. Ich werfe das Rig aus und kurble es über den Grund. Der Köder wackelt hinterher. Sobald ich Steine spüre oder Muscheln, nehme ich ein bisschen Speed raus – denn jetzt weiß ich, dass Fisch in der Nähe ist. Dennoch kurble ich weiter durch.

Flachwasser-Carolina-Bissverwertung

Die Barsch-Bisse kommen als kleine Ruppler in der Rutenhand an, die man kaum von Muschel- und Steinkontakten unterscheiden kann. Muss man aber auch nicht. Meistens ist es am besten, wenn man einfach weiterkurbelt, bis ein Fisch den Köder richtig entschlossen packt. Ähnlich wie beim DS-Rig muss man oft gar nicht anschlagen. Die Fische hängen sich selber ein. Allerdings gibt’s auch Tage, an denen die Barsche „nuckelig“ sind. Dann ist es am besten, wenn man das Rig nach den ersten zarten Attacken liegen lässt und anschlägt, sobald sich die Attacke etwas entschlossener manifestiert.
Zanderbisse sind unverkennbar. Die kommen als harter Ruck und werden mit einem satten Anhieb pariert.

beastmaster-dx-drill

Flachwasser-Carolina-Hardware

Ich fische das C-Rig eigentlich gezielt auf Barsch. Dafür reicht mir eine 40-Gramm-Spinnrute. Hier ist die 2,4 m lange Beastmaster DX (WG 14 is 40 Gramm) ideal. Sie hat eine weiche Aktion, so dass man die Fische wunderbar in den Köder laufen lassen kann, ohne dass sie bei der Kontaktaufnahme zum Köder Widerstand spüren. Außerdem feuert die Rute die Montage sehr weit heraus. Im Drill pufert sie die Kopfrüttler ab und bewahrt die Barsche vorm dem Ausschlitzen. Und relativ günstig ist so eine Beastmaster auch.

beastmaster-dx-240-14-40g

An die leichte Rute kommt eine leichte Rolle. Z.B. eine 4000er Stradic Ci4+. Diese ist mit einer 19er Sufix 832 bespult. Ganz schön dick zum Barschangeln, oder? Da ich die Montage aber in einem flachen Winkel über den Grund ziehe und oft über Muscheln angle, ist das einfach eine sichere Nummer. Außerdem ist eine 18er Sufix 832 so dünn wie manche 12er oder sogar dünner. Diese Premium-Schnur aus 7 Dynema- und einem Gore-Strang hat alles, was man sich von einer Schnur wünschen kann.

sufix832

Sie ist leise, rund und geschmeidig. Die Knotentragkraft ist überragend und – das ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig – sie hat eine hohe Abriebfestigkeit. Außerdem ist sie grün, was sich beim Schleifen schon gut macht, da die Hauptschnur immer im Sichtfeld der Räuber ist. Sie wird ja quasi vorausgeschliffen.

Müsst ihr unbedingt mal versuchen! An manchen Tagen ist das unschlagbar!

Johannes

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