Fireblooding! UL on the beach

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Liebe Besucherinnen und Besucher,

für meine 2,70m (eigentlich 2,69m ganz genau) lange Traumrute aus der aktuellen Shimano Fireblood Serie stand ein weiterer lange geplanter Test an: die Küstenwatangelei auf Meerforellen mit kleinsten Blinkern.

Diese Angelei unterscheidet sich schon deutlich von der Standard-Spinnangelei auf Meerforellen, bei der Köder zwischen 15 und 30g verwendet werden und Ruten mit entsprechendem Wurfgewichtspektrum.

Wann macht diese Angelei Sinn? Immer dann, wenn die Situation unsere Fischerei schwierig macht. Ein Beispiel: Rückenwind über mehrere Tage sorgt in den baltischen Gewässern recht bald für Niedrigwasser. Unsere Zielfische verschwinden dann mit ihren Beutetieren ganz einfach in tiefere Bereiche, die meisten von ihnen sind dann für uns Küstenangler nicht mehr erreichbar. Wenn ich an der Küste wohnen würde, könnte ich solche Tage anglerisch einfach auslassen. Aber als angereister Urlaubsangler muss ich die Situation so nehmen wie sie ist.

Allerdings verschwinden nicht alle Fische, Einzelfänge sind auch dann möglich. Stellt Euch einfach einen nicht gerade nahrungsüberfüllten Strandlebensraum vor: Sandaale und Garnelen sind weitestgehend verschwunden. Was aber bleibt, sind eher standorttreue Kleinfischarten wie Grundeln oder Stichlinge. Passend dazu bleiben in fast jedem Strand- oder Fjordabschnitt ein paar Meerforellen, die sich dann auf diese Mini- Nahrung spezialisieren.

Dann schlägt die Stunde für wirklich kleine Blinker bis maximal 10g. Ich verwendete bei der letzten Tour maßgeblich zwei Köder:

  1. oben Gomoku Micro (Storm): 8g, 4,9cm, Farbe GS (Green Sardine)
  2. unten Moresilda/Trout Series (Blue Fox): 6g oder 10g, 4,8 oder 6,0cm, Farbe: TR (Trout)

Für diese für Küstenverhältnisse wirklich leichten Köder ist die 3-15er Fireblood wie gemacht. Unter Verwendung der 0,10mm PowerPro (white) mit einen o,22mm Fuorocarbon Vorfach war ich perfekt gerüstet für die Mefo-Suche im Flachwasser. Wurfweiten bis zu 35m waren überhaupt kein Problem. Die Wurfweite ließe sich mit einer noch dünneren Geflechtschnur sicher noch ein wenig steigern (denkt Ihr bestimmt), aber davon rate ich trotzdem ab: ein noch dünnerer Faden birgt vor allem bei böigem Seitenwind die Gefahr von „Flattern“ und lästigen Schlaufen am Spitzenring (habe ich ausprobiert).

Und die Bedingungen beim letzten Küstentrip waren wirklich nicht besonders Klasse: stark schwankende Wasserstände mit auflandigem Sturm und ausgeprägten Niedrigwasserphasen nach Windrichtungswechsel auf Rückenwind. Trotzdem gelang es mir, ein paar wenige Bisse auf die Microköder zu bekommen. Und die Drills waren jedesmal ein Genuß, eine Rute auf diesem hohen Qualitäts- Niveau läßt einfach keine Wünsche offen. Ein Hoch auf den roten Zauberstab!

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

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