Expecting the Unexpected: Ich rechne sekündlich…

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Das Unerwartete erwarten? Ihr habt sicher schon mal von „Murphy’s Law“ oder „Murphy’s Gesetz“ gehört. Dahinter steckt eine ziemlich pessimistische Sicht auf die Dinge. Man sollte immer vorbereitet sein auf die Übel dieser Welt, die oft über einen hereinbrechen, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Der PC schmiert ab, wenn man die Steuererklärung gerade fertig hat. Natürlich hat man sie nicht gespeichert. Das Auto springt ausgerechnet an dem Tag nicht an, an dem man die Jungs nach Holland fahren soll. Der Echolot-Akku macht in dem Moment die Grätsche, in dem man den Barschberg gefunden hat… Dagegen gilt es Vorkehrungen zu treffen: Jedes Dokument alle 2 Minuten speichern. Ein vollgetanktes Zweitauto bereit halten. Niemals ohne eine ganze Armada vollgeladener Akkus das Boot besteigen…

Über so einen Blödsinn will ich natürlich nicht schreiben hier im Blog. So gehe ich auch nicht durchs (Angel-)Leben. Im Gegenteil. Ich rechne zwar auch immer mit dem Unerwarteten. Aber im positiven Sinne. Und zwar mit jedem Wurf. Es gibt Menschen, die beim Angeln einen Satz von mir zitieren, den ich vor mehr als 10 Jahren in einem Barsch-Video rausgehauen hab. Da stand ich vor einem Baum. Die Brutfische spritzen aus dem Wasser. Mein Wobbler mitten drin: „Ich warte sekündlich auf einen Einschlag.“, hat er da rausgehauen. Eigentlich hat er „Ich rechne sekündlich mit einem Einschlag!“ sagen wollen. Das fällt natürlich leicht, wenn alles danach aussieht, dass es passiert: T-Shirt-Wetter. Raubende Fische. Abenddämmerung. Fresszeit.

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Tatsächlich habe ich da dann auch einen ganz guten Fisch bekommen – keine Minute später 😀 . Aus oben gennanten Gründen hat das aber nichts mit der Umkehrung von Murphy’s Law zu tun.

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ABER: Oft genug sieht’s eben nicht so aus, als würde da was gehen. Dann beißen nur die kleinen Fische. Oder manchmal sogar gar keine. Es ist kalt. Es regnet. Viel zu viel Wind. Der Wasserstand ist gestiegen. Die Brühe ist trüb geworden über Nacht. Einstrom. Ausstrom. Nullstrom… Und trotzdem steht er da im Boot und wirft. Und wirft. Und wirft. Und wenn er nicht gestorben ist, wirft er immer noch. Weil es mit jedem Wurf passieren kann.

Vorgestern war das Unerwartete ein Rapfen, der sich unter einen Megaschwarm kleiner Barsche gemischt hat. Unter das Foto auf Facebook hat jemand sein Leid geklagt. Die Antwort fand ich eigentlich ganz gut.

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Ich finde, wenn man mit einer positiven Einstellung in jeden Wurf geht, macht man es sich leichter, so lange zu werfen, bis man aus einem schlechten Angeltag einen guten macht. Na klar gelingt das nicht immer. Aber oft genug. Nicht immer sind es Ausnahmefische. Aber auch ein 60er Zander, kann einen ordentlichen Tock geben und wenn der nach 3 h Beißflaute kommt oder nach 4 ist der unerwartet geil.

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In diesem Sinne: Immer weiter werfen. Es passiert schon was! Genau wie bei den Jungs im Stralsunder Hafen.

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Petri, Jungs! So muss sein sein. Man sieht sich aufm Wasser !!!

Johannes

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Ein Kommentar

  1. Mal wieder wahre Worte Hannes wenn man bei unserem Hobby so schnell aufgibt brauch man garnicht erst los ziehen . Meine diverse werfen werfen werfen irgendwann knallt es dann doch ….

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