Es ist Mai – Rügen ruft zum Watangeln!

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Für viele ist der Mai der Monat, in welchem man endlich wieder seine Raubfischangeln aus dem Keller holen kann. So ist doch ziemlich einheitlich in den meisten Bundesländern nun die Raubfischschonzeit definitiv vorbei.

Mit ein paar Kumpels zusammen ist es für uns schon eine Tradition, Anfang Mai nach Rügen zu fahren, um hier die Raubfischsaison zu eröffnen. Früher ging es für mich hier ausschließlich vom Boot aus auf die Hechtjagd. Grundsätzlich auch keine schlechte Idee. Dennoch hat mich in den letzten Jahren mehr und mehr die Faszination Watangeln auf Hecht gepackt.

Zwei Kumpels waren immer mit der Fliege und schon immer zu Fuß an den Boddengewässern unterwegs. Wenn wir abends in unseren Ferienhäusern bei Grillfleisch und Bier den Tag Revue passieren ließen, so hatten die beiden Watangler oft sogar mehr Fische gefangen, als die Bootsbesatzungen.

So entschied ich mich in einem Jahr bewusst dafür, nicht aufs Boot zu gehen, sondern watend oder im Bellyboot mein Glück zu versuchen. Im Nachhinein eine gute Entscheidung.

Im Gegensatz zum Angeln vom Boot, fühlt man sich beim Watangeln noch mehr mit der Natur verbunden und noch dichter am Fisch. Das ist umso intensiver, da es nach der langen Winterpause für mich oft die ersten längeren Angeltage im Jahr sind. Man ist wirklich mittendrin.

Auch sehr angenehm ist die Tatsache, dass es zum Watangeln nicht viel braucht. Kleidung, Rute, Rolle und eine Handvoll Köder. Das war´s. Traumhaft. Nicht dieses Geschleppe und Rumgerödel mit Tonnen von Tackle und Technik. Weiterhin muss man kein Boot organisieren, reservieren oder buchen. Keine Endabnahme, keine Putzaktionen, keine Kosten. Entschleunigung pur.

viel mehr braucht es nicht

viel mehr braucht es nicht

Was braucht es?

1. Wathose
Ob Neopren oder atmungsaktiv muss jeder selber entscheiden. Anfang Mai ist es durchaus noch kühl im Wasser, so dass ich mich hier mit Rapala Neopren „Pro Wear Montauk Wader“ sicher und wohl fühle.

2. Köder
Als sehr fängig haben sich schwimmende Jerkbaits oder Swimbaits bewiesen. Diese fliegen oft bis zum Horizont, was gerade beim Watangeln nicht unwichtig ist. Weiterhin kann man sie durch stumpfes Einholen ausreichend animieren. Schwimmend sollten die Köder deshalb sein, weil wir es meist mit „Tiefen“ von 50cm bis max. 2m Wassertiefe zu tun haben. Kraut kommt erschwerend hinzu. Laufen die Köder zu tief, sammelt man ständig Seegras ein. Das nervt unglaublich. Da es so flach ist, darf der Köder ruhig knapp unter der Oberfläche laufen. Die Hechte haben es ja nicht weit vom Grund zum Köder und ballern dafür umso spektakulärer auf selbige. Der Rapala X-Rap, der Storm Doom Bell T-Witch oder der Storm Flatstick eignen sich hervorragend.

 

Hardbait Köderbox

Hardbait Köderbox

3. Rute und Rolle
Da man nicht an jede Kante waten kann und sich auch der Wind nicht immer nach den eigenen Bedürfnissen richtet, bietet sich eine Rute mit ordentlicher Wurfweite an. Ich mag hier ganz besonders meine Yasei „Spinning Pike“ in 2,50m mit 40-120g Wurfgewicht. Kombiniert mit einer 4000er Stradic CI4+ und 0.15ner PowerPro. Da ich nur eine Rute mit ins Wasser nehmen kann, muss diese möglichst viel abdecken können. Die Yasei ist hier nahezu perfekt! In Kombination mit der 4000er Stradic sehr robust und dennoch unfassbar leicht. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob der Köder nun 20 oder 100 Gramm wiegt. Das geringe Gesamtgewicht der Kombi lässt ermüdungsfreies Angeln über den ganzen Tag zu. Ich könnte hier jetzt stundenlang von dieser Kombi schwärmen. Auch vom Boot oder Ufer – wenn es mit 10-23cm Ködern auf Hecht geht, schlägt in diesem Preissegment nichts diese Ruten- und Rollenkombi.

in Wathosen sieht man immer sehr vorteilhaft aus ;-)

in Wathosen sieht man immer sehr vorteilhaft aus 😉

Soll mehr mit Jerkbaits und unterschiedlichem Führungsstil geangelt werden, geht auch eine Jerkbait-Rute mit Baitcaster beim Watangeln durch. Man schlägt halt nicht wie im Boot von oben nach unten, sondern eher von rechts nach links parallel zur Wasseroberfläche. Die Curado 201 lässt mich hier seit Jahren nicht im Stich.

Jerkbaitcombo

Jerkbaitcombo

4. Tasche
Nicht nur zum Streetfishing, auch beim Watanglen macht die Rapala Umhängetasche eine super Figur. 2 Planoboxen der Größe 3600 haben hier Platz. Ausreichend für unsere Wat-Tour. Auf der einen Seite sind die Hardbaits. Auf der anderen Seite sind die Gummis. Fertig. In den kleinen Fächern finden unsere Ersatzvorfächer und Kleinteile Platz. Auch für den Hakenlöser gibt es ein Halteband und eine Einschubtasche. In den großen D-Ring am Schultergurt kann man sehr gut die Rute stecken, so dass man diese sicher auf dem Rücken tragen kann und so beide Hände frei hat.

Rapala Umhängetasche

Rapala Umhängetasche

Hakenlöser sicher verstaut

Hakenlöser sicher verstaut

 

Startklar

Startklar!

Das war´s.

Kurz nach der Laichzeit befinden sich viele Fische noch in den Flachwasserbereichen. Angeln kann man im Frühjahr eigentlich überall. Oft findet man sogar an stürmischen Tagen ein windgeschütztes Plätzchen. Meist ist es sogar möglich mit dem Auto bis ans Ufer zu fahren. Oft bieten sich in der Nähe von kleinen Häfen guten Einstiegsmöglichkeiten. Der Uferbereich ist meist flach und sandig. Selten schlammig. Hier kann man dann im knietiefen Wasser einige hundert Meter, mitunter sogar Kilometer Strecke machen. Und gar nicht selten beißen die Fische direkt vor den Füßen. Immer wieder ein wahnsinniger Kick.

Watgang

Watgang

schöner 70er

schöner 70er

 

auch die machen spaß

auch die machen spaß

Drillaction

Drillaction

auch kein Schlechter

auch kein Schlechter

Findet man Stellen, welche tiefer und interessant sind, kann man natürlich auch das Bellyboot rausholen. Bei sicherer Wetterlage geht das hier oben natürlich auch wunderbar.

Bellyaction am Bodden

Bellyaction am Bodden

nen Schöner

nen Schöner

Auf etliche, metrige „Boddenkrokodilen“ sollte man jetzt nicht unbedingt spekulieren. Möglich ist aber alles. Standard sind eher die Fische von 40-80cm. Hier dann aber auch mal 25 Stück am Tag. Obwohl auch das wohl ein Ausnahmetag war.

Dieses 98cm lange Männchen macht beim Waten richtig Spaß.

98cm - Daniel hat´s drauf

98cm – Daniel hat´s drauf

Schneider ist man jedoch eher selten. Am Ende zählt für mich dann aber doch mehr das Erlebnis, als das Ergebnis.

Beides zusammen ist natürlich umso schöner. Und zwischen den Spotwechseln kann man es sich auch viel bequemer gut gehen lassen, als auf einem wackligen Boot.

Yummy

Yummy

Also auf an die Küste. Und wenn es nur für einen Tag ist. Es ist gerade richtig schön da oben. Und es lohnt sich.

Viel Spaß!

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