Eine einfache Rechnung: Norwegen + Storm = Heilbutt

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Bevor hier demnächst Berichte die neuen Produkte der Saison 2017 reinflattern, dürfen 2 Köder aus dem „alten“ Programm nicht unerwähnt bleiben.

In diesem Jahr ging es mit 3 Freunden Anfang Juni für 1 Woche mit dem Flieger nach Nordnorwegen. Angeln am Saltstraumen bzw. im Skjerstadfjord stand auf dem Programm. Ganz oben auf der Zielfischliste stand für uns der Heilbutt. Sven und ich waren schon des öfteren in Norwegen. Daniel und Finn waren das erste Mal im Land der Fjorde. Eins hatten wir alle gemeinsam – keiner von uns hat bisher je einen Heilbut gefangen.

Und so wurde im Vorfeld fieberhaft überlegt, was man denn nun alles an Tackle braucht. Vor allem unter dem Aspekt, dass man im Flieger leider nicht so viel mitschleppen kann, wie man das bei einer Anreise im PKW kann.

Wir hatten uns einige Infos über den Skjerstandfjord besorgt. Anfang Juni soll es unendlich viele Krabben und Krebse geben, mit denen sich die Fische den Bauch vollhauen. Und das nicht auf 100m Tiefe, sondern zwischen 5m und 30m. Aus diesem Grund blieben schwere Naturködermontagen zu Hause. Auch das Pilkerarsenal umfasste nur eine Box für 4 Leute. Mittelschweres Gummifischangeln sollte uns den Fisch bringen. So zumindest der Plan.

Das Angebot an Barsch-, Zander- und Hechtgummis ist riesig. Viele dieser Gummifische kann man natürlich auch in Norwegen einsetzen. Dennoch gibt es dort oben Besonderheiten. So haben fast alle Fische scharfe Zähne. An guten Tagen in einem guten Revier beißen auch mal ein paar mehr Fische, als bei uns im Waldsee. Die Gummimischung muss also diesen Bedingungen stand halten. Auch die Haken müssen scharf und vor allem mega stabil sein.

Uns so ist es nicht verwunderlich, dass in den letzten Jahren ein deutlich größeres Angebot an Gummifischen für das Salzwasserangeln auf dem  Markt ist. Denn gerade auf Heilbutt ist das Angeln mit Gummifisch immer beliebt und vor allem erfolgreicher in den letzen Jahren geworden.

Zwei „Klassiker“ möchte ich euch hier vorstellen: den Storm „Wildeye Giant Jigging Shad“ und den Storm „Ultra Shad“.

Der „Giant Jigging Shad“ ist mittlerweile schon eine Legende. Seit langer Zeit am Markt. In seinem „Heilbutt“ Buch nennt und beschreibt Rainer Korn diesen Gummi als erstes im Kapitel über Gummifische. Das Beste am Giant ist meiner Meinung nach der Haken (Jigkopf). Es wird wenig Jigköpfe am Markt geben, die robuster sind. Aufbiegen ausgeschlossen. Verkauft wird meistens eine Packung mit einem Jigkopf und 2 Gummis. Die Gummimischung ist hart genug, damit sie möglichst viele Attacken überlebt, aber immer noch weich genug, um verführerisch im Wasser zu spielen. Im hinteren Drittel wird der Giant Jigging Shad recht dünn, so dass der Schwanzteller eine tolle Aktion bekommt. So macht es gar nichts, dass der vordere Bereich durch die robuste Gummimischung und durch den dicken Haken, recht steif daher kommt. Ich war echt begeistert, wie dieser Brocken im Wasser locker-leicht dahin schwimmt. Von 15cm -30cm und 135 Gramm bis 510 Gramm sind Modellw am Markt. Und natürlich mussten 3 Farben/Modelle mit 135 Gramm in meinen Koffer.

Da der Giant Jigging Shad erst am 135 Gramm losgeht, musste auch noch was leichteres aus dem Storm Programm mit. Hier hat der „Ultra Shad“ meine Aufmerksamkeit bekommen. 50, 80 und 120 Gramm Modelle, die bewährten Storm-Farben („Perl Demon“ soll sehr gut auf Heilbutt funktionieren, hatte ich mir im Vorfeld sagen lassen). Ein sehr, sehr hochwertig wirkender Jigkopf, der sich nahtlos an den Gummifisch anschmiegt. Schlankes Design. Kurz: der musste in 80 Gramm und 18cm Länge auch mit. Und auch der „Ultra Shad“ enttäuschte nicht. Toller Lauf, die gleiche Gummimischung, die sich beim „Giant“ schon bewährt hat. Ein scharfer Haken, welcher jedoch deutlich dünndrähtiger daher kommt. 80 Gramm sind auch ideal zum Spinnfischen.

Giant und Ultra

Giant und Ultra

Über großen, weitflächigen und leicht abfallenden Sandflächen haben wir dann unsere Gummis zwischen besagten 5m-30/50m ausgeworfen. Einmal durchsacken bis zum Grund und dann einfach einleiern. Dann mal wieder durchsacken lassen und wieder einleiern. So bewegt sich der Köder im unteren Drittel der Wasserfläche.

Und so bekomme ich am ersten Tag über ca. 20m auf meinen 80 Gramm Pearl Demon Ultra Shad einen Biß, der eigentlich keiner war. Eher ein zaghaftes Anfassen. Ich schlage trotzdem an und meine Rolle singt das Lied, was ich Tage zuvor fast täglich auf Youtube gehört hatte. Unglaublich. am ersten Tag. Alles funktioniert so wie geplant. Wahnsinn. Denn das da am anderen Ende ist definitv kein Dorsch. 50% der gefangenen Butts gehen angeblich beim Landen verloren. Sven macht alles richtig und mein und unser erster Butt liegt im Boot. Unfassbar.

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Am Ende zeigt unser Buttzähler eine glatte 10. Alles keine Riesen. 4 davon jedoch über dem Mindestmaß von 80cm. Ohne Revierkenntnis und als Butt-Neulinge sind wir mit dem Ergebnis echt zufrieden. Und da die Gummis nicht nur Butt fangen, sondern auch Dorsch und Co., steht der Klicker für verwertbare Fische bei 167. Zwei 11Kg Steinbeißer, ein Seelachs mit 1,12m und schöne Küchendorsche bis knapp 90cm.

Eine tolle Woche. Ich könnt´schon wieder los …

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