Döbel-Film geplatzt!

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Alles angerichtet: Der Platz am Sonntag gesichtet. Die Döbel ausspioniert. Die Akkus geladen. Die Speicherkarten formatiert. Die Cams für eine Watangelsession vorbereitet. Das Tackle klarwasserdöbelready gemacht mit feinsten Vorfächern und dünnen Schnüren. Die Köderboxen mit den besten Wobblern und Kleingummis befüllt. Nur noch schnell den Angelschein erstehen und am Abend würde es wieder neues Rohmaterial für eine frische Folge BATV geben: Watangeln auf Schwaben-Döbel.

„Nur noch schnell“ war aber nicht. Zwar ist der Seitenarm in der allgemeinen Übersicht der befischbaren Gewässer des Neckarabschnitts 6 aufgeführt. Beangeln dürfen ihn aber nur Mitglieder der Hegegemeinschaft 6 und 5 (Punkt f im Kleingedruckten).

Das hat mich für mich und mein BATV-Projekt geärgert. So viel Vorbereitung umsonst. Und ich werde ohne Material für eine neue Episode nach Berlin zurückfahren. Auch unschön. Schön ist aber, dass ich „daheim“ nur ganz selten mit Barrieren dieser Art zu tun habe. Gegen (meist kleines) Geld hat man bei uns in Berlin und Brandenburg Zugang zu so ziemlich jedem Gewässer, das man befischen will.

Nicht so schlimm für mich also. Aber schlimm für euch Süddeutsche. Überall muss man erst Mitglied sein – auch um kleine Teilstrecken befischen zu dürfen. Echt nervig, oder? Und dann auch gar nicht mal so richtig günstig.

Ich habe mir dann eine Neckarkarte gezogen und bin an den Enz-Einlauf nach Besigheim gefahren. Auch schön da. Nen Mini-Döbel habe ich gefangen. Und eine dicke Grundel.

Geraubt hat’s auch mehrmals. Und ein Eisvogel hat kleine Fischchen gejagt.

Beeindruckende Naturaufnahme.

Keine neue BATV-Episode also. Aber ein kleines Angelabenteuer ist trotzdem rausgesprungen. Und die Erkenntnis, dass meine Wahlheimat gar nicht so schlecht gewählt ist.

Chillen am Neckar. Auch schön.

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Ein Kommentar

  1. Servus Johannes.
    Schade das es mit dem Video nicht geklappt hat.
    Weiter oben am Neckar in der Forellen- und Äschenregion ab Tübingen ist mein Teilrevier des Neckars. Hier ist der Neckar recht launisch, wenn das Wasser leicht getrübt nach einer Schneeschmelze oder nach einem ausgiebigen Regen, können einen tolle Fische beschert werden.
    Hier herrscht ein großer Angeldruck, zu viele Angler zu wenig Gewässer. Deshalb die hohen Beiträge.
    Da früher jeder Acker/Wiesenbesitzer, am Neckar ein Fischereirecht bekam, gibt es auf dem Teilstück eine Interessengemeinschaft (IG), welche sich auch mittlerweile die teils vererbbaren / vererbten Fischereirechte ankauft/ersteigert hat. Stellenweise darf nur von dem einen Ufer aus gefischt werden, da das andere widerum einen anderen gehört.
    Vom Fischreichtum gibt es enorm viel Kleinfisch. Welches man beim Elektro abfischen sieht. Unmengen von Barben, Schneidern ,Döbeln, Bachforellen, Grundeln, Schmerlen und Bachneunaugen kamen aus den Fluss. Gute Hechte, Welse und recht starke Aale sind hier auch präsent.
    Hier ein kleiner Aussblick aus meinen Gebiet. Wo die Tageskarte 15€ kostet.

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