Die perfekte Zander-Zuppel-Kombo

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In den letzten Tagen war ich recht oft angeln. Ziemlich viel auf Zander. Fast ausschließlich mit dem Gummifisch. Das hat teilweise auch ganz gut geklappt – wenngleich Zanderangeln auch immer bedeutet, dass man sich die Bisse oft erarbeiten muss. Diese „Arbeit“ macht am meisten Spaß, wenn man optimales Arbeitsgerät zur Verfügung hat.

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Deshalb möchte ich euch heute mal kurz eine Zander-Kombo vorstellen, mit der man stundenlang ermüdungsfrei und schnurschleifgeräuschbefreit Jiggen bzw. Faulenzen kann.

Die Zander-Rute

Kernstück eine Zander-Kombo ist natürlich die Rute. Sie ist unser verlängerter Arm. Ich angle oft vom Boot und benötige deshalb keine extralange Rute, mit der ich die Gummis über die Steinpackung heben kann. Dennoch möchte ich meine Anhiebe sauber durchbringen. Ich fische seit Jahren Zander-Ruten in Längen zwischen 2,4 m und 2,6 m und halte das für die Ideallänge zum Gummifischangeln vom fahrbaren Untersatz aus. Meine Zandergummis sind zwischen 10 und 15 cm lang. Die Jigs wiegen selten mehr als 30 Gramm, meistens weniger. Insofern komme ich mit einem Wurfgewicht bis 50 Gramm locker aus. Voraussetzung ist allerdings eine ausgeprägte Spitzenaktion, so dass man die Gummis beschleunigen kann, die Bisse deutlich spürt und die Anhiebe auch auf lange Distanz durchbekommt. Gern darf der vordere Part der Spitze einen Tick schneller nachgeben als der Restblank. Das ist wie ein Puffer, der den Zandern eine Millisekunde mehr Zeit gibt, den Köder zu inhalieren. Ich bilde mir ein, dass meine Bissverwertung deshalb so gut ist, weil meine Biomaster eben nicht bis in die vorderste Spitze bretthart ist, sondern durch ihre sensible (aber nicht weiche) Spitze eine kleine Ansaugunterstützung bietet. Ich fische das Modell SBIO81MH, das sich neben all den aufgeführten Eigenschaften auch durch ein schickes Design und einen geteilten Moosgummigriff auszeichnet, der wie für mich gebaut wurde.

Biomaster-Spin-S91H

Blank und Griff sind so aufgeteilt, dass das Handteil bei mir mit dem Ellenbogen abschließt. So habe ich viel vom „Restblank“ und bleibe auch nicht ständig an Jacken und Pullis hängen wie das bei Ruten mit langen Griffen der Fall ist. Wurfgewicht: 10 – 50 Gramm. Länge: 2,46 m. Gewicht: 160 Gramm. Fuji-Beringung.

 

Die Zander-Rolle

Nicht ganz unwesnetlich ist auch die Rolle. Bis vor kurzem habe ich die Biomaster mit einer weißen 4000er Stradic FJ und 13er PorwerPro gefischt. Seit meinem Spanien-Trip im März dieses Jahres hängt eine 4000er Stradic Ci4+ FA an meine Zanderrute.

Stradic-CI4-FA

Wobei beide Rollen mit unterschiedlichen Vorteilen ins Zander-Rennen gehen und es schwer ist, sich für eine zu entscheiden. Die weiße FJ hat eine höhere Übersetzung (1:6,2 im Vergleich zu 1:5,8). Der Schnureinzug ist also höher, so dass man aggressiver faulenzen kann während der Abwärtsbewegung beim Jiggen schneller die freie die Schnur auf die Rolle bringt. Sie ist schwerer (306 Gramm gegen 255 Gramm) und balanciert kopflastige Ruten ein bisschen besser aus, wenn man das haben will. Das ist meine Biomaster aber nicht. Insofern kommt mir die durch die Ci4+Konstruktion erzielte Gewichtsersparnis gut zu Pass. Die Rolle ist außerdem so leichtläufig (auch durch die etwas niedriger angesetzte Übersetzung), dass es stundenlang Freude macht, an ihr zu drehen. Sprich: Die Ausdauerwerte sind ein bisschen besser. Und wie ich anfangs erwähnte, muss man als Zanderangler oft lange Phasen ohne Biss überstehen, bis es dann endlich aus dem Nichts in den Blank fährt. Da macht es sich gut, wenn man Reserven spart und die Konzentration lange hochhalten kann.

Die Zander-Schnur

Apropos Konzentration: Meine Schnur steht unter ständiger Beobachtung, weil manche Bisse nicht bis in die Rute durchkommen und ich diese dann über Schnurbewegungen wahrnehmen muss. Deshalb ist mir eine auffällige Färbung wichtig. Gelb sieht man unter den meisten Lichtverhältnissen gut. Nur bei Gegensonne im Sommer nicht. Für die ganz fiesen Fälle führe ich deshalb eine Ersatzspule mit 15er PowerPro DepthHunter mit.

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Das ist eine fürs vertikale Meeresangeln konzipierte Schnur, bei der alle 10 Meter die Farbe wechselt: Blau, Grün, Gelb, Rot. Wichtiger sind mir aber die Metermarken (jeder Meter ist mit einer weißen Unterbrechung vom nächsten Meter abgesetzt). Diese lassen sich extrem gut beobachten. Ich habe noch keine Schnur gefischt, mit der man „Schnurbisse“ so deutlich gesehen hat. Wäre sie nicht so laut, würde ich sie immer fischen. An windstillen Tagen habe ich aber ein besseres Gefühl, wenn meine Schnur keinen Ton von sich gibt. Ich bilde mir ein, dass meine Köder so unauffälliger unterwegs sind. Deshalb fische ich gern die weiche und vor allem ultraleise PowerPro Super 8 Slick.

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Wie der Name schon sagt, besteht sie aus 8 Einzelfäden, die im Fertigungsprozess zu einer extrem runden und starken „Strick“ vereint werden. Die 15er trägt 10 Kilo. Die 13er 8 kg. Ich habe mich für die 15er entschieden.

 

Das Zander-Vorfach

An die Hauptschnur knote ich mit einem Slimbeauty-Knoten noch ca. 1,3 m 0,35er Aspire Fluorocarbon,…

aspire-fluorocarbon

…das ich nach jedem Drill überprüfe und dann auch immer um die Beschädigungen einkürze.

biozander

In Vorfreude auf den nächsten harten Zanderbiss verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und bedanke mich für den Besuch auf unserem Bog!
Johannes

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