Das weiße Shimano-Ballett

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Passend zur eigentlich ja weißen Jahreszeit möchte ich euch das “weiße Ballet“ aus dem Hause Shimano vorstellen.

Wie die Stradic-Rollen wurden auch die Stradic-Ruten Weiß gehalten, oder wie Jochen sagen würde „Elfenbein“.

Wir, das heißt Jochen, Johannes und ich, haben unterschiedliche Favoriten. Bei ein paar Modellen gibt’s aber Überschneidungen. An denen kommt man als Einsteiger ins Shimano-Programm dann quasi überhaupt nicht vorbei.

Die weißen Stöcke gibt‘s in 17 verschiedenen Ausführungen Viele von ihnen zeichnen sich  durch ein typische Spitzenaktion aus. Um hier aber nicht den Rahmen zu sprengen, möchte ich nur ein paar  Modelle vorstellen, die uns besonders gut gefallen.

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Für die Fans von Ultra Light-Wobblern, Finesse-Jigs und -Rigs gibt es eine ganz kurze Stradic mit einer Länge von 1,65 cm und einem Wurfgewicht von 2 bis 10 Gramm. Diese ist wirklich supersensitiv und so soft, dass man mit feinsten Schnüren fischen kann ohne Gefahr zu laufen, dass diese brechen. Zu der Mini-Stradic passt eine kleine und leichte 1000er Rolle, z.B. die 1000er Rarenium.

Ein bisschen schwerer ist unsere „Twitche“. Dabei handelt es sich um das 1,85 cm lange Modell mit einem Wurfgewicht von 3 bis 15 Gramm. Die Aktion dieser Rute fällt etwas weicher aus, was gerade beim Twitchen einen enormen Vorteil hat, da die Schläge nicht so auf die Handgelenke gehen.

Mit ihr lassen sich Twitchbaits bis ca. 10 Gramm (natürlich tauchschaufelgrößenabhängig) locker durchs Wasser peitschen. Die weiche Spitze macht sich auch für kleine Cranks sehr gut. Und natürlich kann man damit auch mal kleine Jigs und T-Rigs anbieten. So richtig Wumms hat sie allerdings nicht. Sie ist primär für Zugköder (Wobbler, Spinner, Swimbaits) geeignet, die sich die Fische reinschlürfen. Ganz wichtig: Der Leitring sitzt relativ nah am Blank und auch recht tief. Die Rute ist also auf eine kleine Rolle ausgelegt. Konkret: Mit einer 1000er Rolle (zum Twitchen am besten die Rarenium mit der niedrigen Übersetzung von 5,0:1) läuft die Schnur sauber durch die Ringe, mit einer 2500er schlackert sie gegen den Leitring, was ein bisschen irritiert beim Angeln. Johannes fischt gerade 16er Mono zum Wobbeln. Wir anderen nehmen 8er PowerPro.

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Ich fische die dazu passende Stradic Rolle.

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Zum schweren Barschjiggen empfehlen wir die Modelle mit einem Wurfgewicht von 10 bis 35 Gramm. Diese gibt‘s in 2,15 m und 2,46 m. Die Kürzere ist auch für’s Texingten perfekt geeignet und schon deshalb bei Johannes hoch im Kurs.

Und auch wenn man mal ein ordentliches DS-Blei ‚dranbammeln muss, machen sich die schweren Barsch-Stradics hervorragend. Natürlich muss man auch keine Angst vor Zandern oder Hechten haben. Johannes hat erst kürzlich 1,10m aus dem Stralsunder Hafenbecken mit der 2,10er rausgedängelt. Hier nehmen wir eine 2500er oder sogar eine 4000er Rolle (Stradic FJ mit der hohen Übersetzung von 6,0:1 bzw. 6,2:1) mit 10er- bis 13er Geflochtener.

Wer eine Allround-Barschrute sucht, nimmt am besten die 2,15er mit einem Wurfgewicht von 7 bis 21 Gramm. Die ist ein bisschen härter als die Version bis 15 Gramm, beschleunigt aber auch 5 Gramm leichte Köder noch ordentlich. Sie ist genau richtig, wenn man ein bisschen wobbeln, ab und an Dropshotten und mit Gufi-Jig-Kombos bis maximal 20 Gramm hantieren will.

Ideal sind eher obere Wurfgewichte bis 15 Gramm. Die Rückmeldung ist hervorragend. Im Drill geht sie extrem gut mit und biegt sich bis ins zweite Drittel – wenn ein entsprechender Klopper dranhängt. Durch die etwas weichere Spitze, bringt sie auch knapp-gehakte Fische sicher nach Hause und hat außerdem auch Reserven für dicke Rapfen und Hechte. Dazu passt eine 2500er Rarenium (Übersetzung 5,0:1) oder Stradic FJ (Übersetzug 6,0:1) – je nachdem, ob man eher langsam oder schnell fischen will.

Als Zander-Jigge  bevorzugen wir unterschiedliche Modelle. Es sind die 50-Gramm-Stradics in denselben Längen wie die Barsch-Jig-Ruten (2,15 m und 2,46).

Der untere Wurfgewichtsbereich ist mit 15 Gramm angegeben – wobei sich auch 7 Gramm schon super damit werfen lassen. Diese Modelle zeichnen sich durch eine zandertypische Rutenaktion aus. Ich fische lieber das kürzere Modell, darf mir von meinen Kollegen aber oft Sprüche reinziehen, wenn ich einen Fehlbiss bekomme. Denen sind 2,15 m zum Zanderjiggen zu kurz.

Ich stehe aber nun mal auf kurze, harte Stöcke und kann die Rute außerdem zum Schwarzbarschangeln und Rapfenwobbeln etc. einsetzen.

Jochen fischt die längere (und Johannes die praktisch baugleiche Biomaster in 2,46 m). Bei der Rolle sind wir uns aber alle einig: wir fischen alle die 4000er Stradic, weil wir viel über die Rolle arbeiten und uns die hohe Übersetzung in die Karten spielt. Mit einer 13er oder 15er Geflochtenen bilden Stradic-Rute  und Stradic-Rolle ein sehr gut funktionierendes Zander-Jig-System.

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Selbst zum Schwarzbarschangeln ging die Stradic Super.

Soweit zu unseren Stradics. Erwähnen möchte ich aber noch die beiden Powergame Modelle für die Norwegenfahrer: da gibt’s eine mit 2,15 m und 50- bis 20 Gramm  Wurfgewicht und eine in 2,46 Meter mit einem Wurfgewicht von 100- 300 Gramm. Hört sich nach verdammt viel an. Die müsst ihr aber mal in die Hand nehmen! Ich halte sie für sehr sensibel. Mit denen habt ihr 100 Prozent Spaß mit Köhler, Dorsch & Co.

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Ich wünsche viel Spaß damit!

 

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