11 Tipps zum Nachtzandern mit Gummi

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Auf meiner Website habe ich gestern ein paar Bilder von nächtens gefangenen Zandern in einen kleinen Bericht gefasst, der mit dem Fazit endet, dass es oft wichtiger ist, überhaupt nachts angeln zu gehen, als sich eine große Platte über Bleikopfgewicht, Köderaktion und Köderfarben zu machen.

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Diesen Kerngedanken möchte ich hier nun um ein paar allgemeine Tipps ergänzen:

1. Licht aus: Natürlich ist es komfortabel, die Rutenspitze bzw. die Schnur mit einer Funzel zu beleuchten und sich so Sichtverhältnisse wie am Tag zu verschaffen. Wenn man aber die ganze Zeit mit einem Strahler hin und herschwenkt, kann das vorsichtige Fische verschrecken.

So ein Lichtstrahl tut nicht nur Menschenaugen weh.

So ein Lichtstrahl tut nicht nur Menschenaugen weh.

2. Geräusche vermeiden: Egal ob man im Boot oder auf der Steinpackung steht, sollte man unnötigen Krach vermeiden. Nachts ist es still und in der Stille fallen „künstliche“ Lärmattacken wie herunterfallende Zangen ins Aluboot oder losgetretene Steine, die über die Packung rollen und ins Wasser plumpsen noch negativer auf als am Tag.

3. Ich fische gern mit Rasseln und drücke meinen Gummifischen fast immer einen Klangkörper in den Schwanz. Da wirken sie am intensivsten.

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Satter Biss auf den Rassel-Shad. Der hier war zusätzlich noch mit Knoblaucharoma einparfümiert.

4. Anfänger tun sich leichter, wenn sie nachts ein bisschen schwerer fischen, um den Aufprall zu spüren. Da man hier auf aktive Fische angelt, schadet das in den seltensten Fällen.

5. Kollege Schöne nimmt immer den Finger an die Schnur, um sowohl das Aufprallen des Köders als auch die Bisse besser zu spüren. Das habe ich mir nie angewöhnt. Ich stelle die Rute ein bisschen steiler an als am Tag und spüre den Aufprall dann auch so sehr gut.

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Ton in Ton.

6. Dass man mit geflochtener Schnur jiggt, muss ich ja niemand erzählen. Ich nehme am liebsten eine leise Schnur, um die Stille der Nacht nicht mit dem Schnurschaben zu stören. Mein Tipp: Sufix Performance 8. Die ist hammerglatt, megarund, ultrageschmeidig und sehr leise. Stärke: 0,15 mm.

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7. Meine Rute ist knapp 2,5 m lang. Das halte ich für eine Allroundlänge beim Jiggen – egalb ob man vom Ufer oder Boot aus angelt. Mit der Biomaster 81 MH, die im neuen Katalog schon wieder fälschlicherweise mit einem WG von 10 – 35 Gramm angeben wird, wo auf dem Blank doch 50 Gramm als Obergrenze angegeben sind, bin ich extrem zufrieden. Die hat eine sensible Spitze, die den Fischen das Inhalieren auch im Nahbereich ermöglicht. Danach kommt viel Rückgrad, mit dessen Hilfe man auch große Fische sicher im Griff hat.

Mit der Biomaster klappts natürlich auch am Tag.

Mit der Biomaster/Stradic Ci4+ Kombo klappts natürlich auch am Tag.

8. Ich nehme 4000er Rollen mit einer recht flotten Übersetzung. Denn nachts fische ich nur über die Rolle (zwecks Kontrolle) und kann die Gummis dank des großen Schnureinzugs meiner 4000er Stradic Ci4+ (93 cm pro Kurbelumdrehung) sportlich führen.

9. Auch nachts beißen Hechte. Deshalb fischen wir an Gewässern mit einem guten Hechtbestand auch nachts mit Stahl oder dicken FC (ab 0,75 mm).

10. Die Würfe werden bis zum Ufer ausgefischt. Die Zander kommen nachts oft ganz dicht ran. Oft steigen sie z.B. direkt über der Steinpackung ein. Da dann am besten kurz über Grund einkurbeln.

11. Zum Einsammeln auf jeden Fall einen Kescher mitnehmen. Am besten einen mit Gummimachen, in denen sich die Haken nicht so leicht verfangen. Nachts nerven Enttüddelarien besonders stark.

Wo ein halber Fullhouse reinpasst, ist auch Platz fürs Metertier - falls es denn mal anklingeln sollte.

Wo ein halber Fullhouse reinpasst, ist auch Platz fürs Metertier – falls es denn mal anklingeln sollte.

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